Vernatlantis und das Weserbergland

Verfolgen Sie die Geschichte eines alten Hauses und der neuen Besitzer. Lesen Sie Geschichten und Informationen aus einer kleinen aber lebendigen Gemeinde. Lernen Sie die Menschen, die Umgebung, die Städte und Flüsse kennen.   Erleben Sie unser VernAtlantis. Die Erlebnisse der ersten Jahre jetzt als Buch: Vernatlantis: ISBN-10: 3839107555

Donnerstag, 29.12.11
Plattes Land – lange Platten

Weihnachten liegt hinter uns und das neue Jahr steht vor der Tür. Dieses Jahr haben wir die
„Weihnachts-Silvester-Zwischentage“ nicht in Verni verbracht. Dafür war Schwiegermutti bei uns in Iserlohn. Ich habe mir die Vorweihnachtszeit wieder im großem Onlinekaufhaus vertrieben. Meine kleinen Schweinsäuglein entdeckten Doppelstegplatten, die allerdings im Ammerland abgeholt werden sollen. Da ich Schwiegermama nach Weihnachten wieder zurück nach voll – nee, Leer bringen werde, könnte ich die Dinger auf dem Weg gleich in den Anhänger werfen.
Also beschließe ich, mitzubieten.
Plönk, 3-2-1- meins – Platten meine.
Der Kontakt mit dem Verkäufer ergibt, dass noch mehr Platten vorhanden sind. Soll ich Verni auch gleich mit bestücken? Dealen wir um weitere Platten!
Dann: Einigkeit erfüllt das Land und somit werde ich die liebe Schwiegermama mit dem Hänger nach Hause bringen. Womit ich jetzt nicht meine, dass Ma in den Hänger kommt, gg.

So liegt nun Weihnachten hinter uns und Donnerstag vor uns. Donnerstagmorgen müssen wir dann früh raus, denn mit dem Hänger am Heck dürfen wir die 80er Tempogrenze nicht überschreiten.
Um 9:00 Uhr finden wir uns auf bundesdeutschen Autobahnen wieder.
250 Kilometer Richtung Norden.
Ostfriesland, wir kommen.


Ammerland

Nach etwa 3,5 Stunden angepasster LKW-Geschwindigkeit erreichen wir Rastede. Unser Navi dirigiert uns ins Moorgebiet. Wir bewegen uns auf schmalen Moorwegen als unser Navi mitten in der Einöde meldet: „Ziel erreicht!“. Wir schauen uns verdutzt um, denn weit und breit ist kein Haus in Sicht. Nach vielen weiteren Metern wird eine menschliche Behausung auf der Netzhaut meines linken Auges abgebildet und das Bild erreicht über etliche Nervenbündel meine Synapsen.
Mein Gehirn meldet: „Gong, da!“
Ein netter, junger Herr erwartet uns und schnell sind die Platten auf dem Hänger festgebunden. Freundlicherweise dürfen wir noch das WC aufsuchen und pipinieren bevor wir – Blase leer, Hänger voll - nach Leer fahren.

Unterwegs knurren unsere Verdauungsorgane und melden Leerstand, obwohl wir noch gar nicht in Leer sind. Wir sind erst in Wiefelstede und entschließen uns ein Gasthaus anzusteuern. Ein kleines Gasthaus streift unsere suchenden Augen und ich biege auf den Parkplatz ein. Marion schaut sich um und gibt uns kurz darauf grünes Licht. Also alle rein ins Gasthaus.

Hörner Kroog
Der „Hörner Kroog“ erweist sich als hübsches, kleines, gemütliches Restaurant mit einer kleinen aber feinen Speisekarte.
Wir werden freundlich empfangen und nett bedient. Der Rehbraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen findet unserer aller Zustimmung. Marion und ich nehmen das Sonderangebot des 2- Gänge-Menüs in  Anspruch und gönnen uns als Vorspeise eine Steckrübencremesuppe.
Vor unserer Bestellung überrascht uns der Ober mit einen Brotkorb, gefüllt mit selbstgebackenen Brot und reicht dazu Butter.
„Für den ersten großen Hunger“, sagt er und lächelt.
Damit können wir unseren leeren Verdauungsorganen etwas Arbeit verschaffen.
Danach kommt unser Süppchen, mmmhhhh.
Kurz darauf schwebt unser Reh auf den Tisch.


Fröhlich hüpfend über Stock und Wiesen,
Wurd es erschossen vom Jäger, dem fiesen,
Das Reh, das uns jetzt im Krooge gereicht,
Unsere Herzen vor Mitleid und Hunger erweicht.
Schmeckt es wirklich klasse und reicht.

Wir sind positiv überrascht, das Essen ist außergewöhnlich gut und schmeckt uns vorzüglich.
Deshalb müssen wir eine Empfehlung aussprechen für den:
Hörner Kroog
Andrè und Maike Tronnier
Gristeder Staße 11
26215 Wiefelstede
Tel: 04402 – 961828

Öffnungszeiten:
12:00 bis 14:30 Uhr und ab 18:00 Uhr
Dienstag Ruhetag

Gesättigt und voll erreichen wir Leer ;-)