Vernatlantis und das Weserbergland

Verfolgen Sie die Geschichte eines alten Hauses und der neuen Besitzer. Lesen Sie Geschichten und Informationen aus einer kleinen aber lebendigen Gemeinde. Lernen Sie die Menschen, die Umgebung, die Städte und Flüsse kennen.   Erleben Sie unser VernAtlantis. Die Erlebnisse der ersten Jahre jetzt als Buch: Vernatlantis: ISBN-10: 3839107555

15.07. – 17.07.2011

Weserbeleuchtung in Gieselwerder

Beim letzten Besuch hatten wir einen Alupavillon auf unserer Terrasse aufgebaut. Unsere liebe Di hatte uns schon vorab angerufen und uns einen leichten Schaden mitgeteilt.

Bei unserer Ankunft finden wir auf der Terrasse eine wunderschöne Achterbahn aber keinen Pavillon mehr. Ich hätte die Dachplane vielleicht doch letztes Mal abbauen sollen. Nun hat ein dicker Wassersack in der Plane und heftiger Wind in freundlicher Zusammenarbeit unseren Pavillon zu einem achterbahnähnlichen Gebilde zusammen gestaucht. *knirsch mit Zahn

 

Dieses Wochenende habe ich meinen großen Bohrhammer mitgebracht und werde damit den Durchbruch für die Abflussleitung von der Küche ins Bad stemmen.

Es rappelt also am Samstag mal wieder in Vernatlantis.

Die Wand ist eine Doppelsteinwand und das Hämmerchen muss etwas arbeiten. Nachdem ich den Durchbruch geschafft habe, verlege ich die Abflussrohre im Bad.

 

Heute Abend ist Weserbeleuchtung in Gieselwerder. Ma und Pe werden sich das Spektakel ansehen. Leider stehen schon dunkle Wolken am Himmel parat. Aber das hält uns nicht ab, wolle. Mit Schlammpartien haben wir ja so unsere Erfahrungen.

 

Wir haben Glück und finden einen Parkplatz in einer Nebenstraße.

Noch regnet es nicht und so können wir trockenen Fußes den Eingangsbereich passieren, nicht ohne vorher 3 Euro pro Person abgedrückt zu haben. Dafür erhalten wir hübsche Armreifen.

Eine Musikband empfängt uns mit rockig Pop und wird uns den Abend über mit guter Musik begleiten. Da ich noch nichts gegessen habe, schnappe ich mir erst einmal eine – na ratet mal – richtig, eine Bratwurst. *ggg

Der Abend plätschert dahin. Die Prinzengarde tanzt, ich trinke ein Bierchen und mein Fotoapparat darf mal wieder arbeiten. Warten aufs Christkind, ach nee, auf die Weserbeleuchtung. Da kann ich ja mal eben die nette Lady von der HNA anquatschen und fragen, ob ich sie als Medienvertreterin ablichten darf. Ich darf und erzähle ihr von Verni, vielleicht komm ich ja mal in die Zeitung, hihi.

Natürlich beschwert sich Marion und fragt, warum ich mit fremden Frauen flirte. Ts,ts,ts.

Die Dämmerung legt sich über die Weser und über uns und natürlich kommt ein kleiner Regenvorhang auch gleich mit. Wir verstecken uns unter einer deutschen Eiche,- oder ist es eine französische Buche? Es ist jedenfalls ein Baum und sein Blätterdach hält den Regen ab.

 

Hier werden wir nun auf eine harte Warteprobe gestellt. Es dämmert vor sich hin, eine Feuershow findet weit entfernt in den unteren Regionen der Wiese statt. Davon sehen wir so gut wie nichts. Die ersten Lichter schwimmen die Weser herab und diese werden sich zu einem Meer aus Lichtern vermehren. Ich habe das Gefühl, ich schlage Wurzeln, aber der Schmerz in den Füßen kommt von den Wurzeln des Baumes, unter dem wir uns langsam in Dunkelheit hüllen.

Dann lässt Gieselwerder die Sau und das Feuer raus. Lichter beleuchten Fontänen, ein „Wasserfall“ aus Feuer und Funken erscheint im Wald gegenüber, Feuersäulen erleuchten die Nacht. Zum guten Schluss zerfetzt ein donnerndes, gut gemachtes Feuerwerk den Himmel über Gieselwerder. Echt geil.

Nun, der Abend war 3 Euro wert.

Ihr solltet euch die Weserbeleuchtung nächstes Jahr nicht entgehen lassen. Wir sehen uns!

Sonntag bauen wir die „Achterbahn“ auf der Terrasse ab.

Selig sind, die geknickt gen Himmel fahren.

Und wir fahren zurück nach Iserlohn.