Vernatlantis und das Weserbergland

Verfolgen Sie die Geschichte eines alten Hauses und der neuen Besitzer. Lesen Sie Geschichten und Informationen aus einer kleinen aber lebendigen Gemeinde. Lernen Sie die Menschen, die Umgebung, die Städte und Flüsse kennen.   Erleben Sie unser VernAtlantis. Die Erlebnisse der ersten Jahre jetzt als Buch: Vernatlantis: ISBN-10: 3839107555

Kapitel 77:

08.05.09 – 12.05.09

Pfingsten, Ulla und der Turm


Bild_14 In einer kleinen Arbeitspause begeben wir uns wieder einmal auf die Suche nach Sehens-, Denk- und Merkwürdigkeiten in unserer Umgebung und machen uns auf nach Silberborn.

Hier soll es im Wald einen Aussichtsturm, und im Ort das schnuckeliges Café von Ulla geben.

Suchen wir also Ullas Traumcafé in Silberborn. Schnell werden wir fündig.


Ullas Traumcafé mit Töpferei, oder Axels Töpferei mit Café - man kann es drehen und wenden wie man will, denn Ullas Traumcafé befindet sich in den Räumen der Töpferei von Axel Demann. Betrachten wir also Ullas Traumcafé und die Töpferei als Einheit, denn diese Einheit bildet den besonderen Flair.

 

Beim Eintreten landet der Besucher erst einmal in die Ausstellungsräume von Axel Demann. Axel ist ein fantasiereicher Töpfer und so finden wir hier viele wunderschöne Arbeiten von ihm. Linker Hand befindet sich das Traumcafé, klein und gemütlich. Kaffeeduft empfängt uns und die offene Tür zum Garten lädt zum Sitzen im Gartenbereich ein. Hier lassen wir uns gerne nieder. Mit freundlicher Erlaubnis von Ulla und Axel darf ich Fotos machen. Die Zwei sind freundlich und nett und antworten bereitwillig auf unsere neugierigen Fragen.

Mit der Eröffnung dieses Cafés hat sich Ulla einen über zwanzigjährigen Traum erfüllt. Hier gibt es noch „per Hand gemachten“ Kaffee und selbst gebackenen Kuchen.

Uns hat es gut gefallen im Traumcafé und wir empfehlen es hiermit weiter .

Traumcafé in Silberborn, Dasseler Str. 8, Telefon: 05536-456

Bild_14Auf der Rückfahrt stechen wir ab, nicht uns, sondern wir machen einen Abstecher zum Aussichtsturm Hochsolling.
Wie der Name schon sagt, erst mal hoch auf den Solling.
Wir machen dafür Rast auf dem Parkplatz an der Landstraße und tippeln vorbei an dem dort aufgestellten Hinkelstein, nee, Hackelbergstein heißt das Ding, in Richtung oben.

Puh, schön warm und es wird mir gleich wärmer, denn das Türmchen liegt auf 480 m Höhe. Gott sei dank, müssen wir in der Hitze nur 700 m aufwärts gehen, dann können wir den Turm schon sehen. Dies hindert meinen Körper allerdings nicht daran, Kühlflüssigkeit über mich zu ergießen.
Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß.
Soll der Turm den Peter loben, muss der erst mal rauf nach oben.

Der Turm aus Holz gebaut, strebt 30 Meter in die Höhn.
Der Stufen 180, vor den´ mir graut, erwarten mein Gestöhn.


Ich bin gewillt, ihnen die Stirn und meinen Schweiß zu bieten.

Was sind schon 180 hölzerne Stufen?
Ich sage es euch: „Verdammt viele“ - stöhn.

Auf den Weg hinauf in den Himmel werde ich, so in der Mitte des Turmes, von fröhlich lachenden Kindern überholt. Sollte ich mir Gedanken über mein Alter machen? Nein, immerhin muss ich ja aufpassen, dass ich mir nicht auf die heraushängende Zunge trete.

Dann endlich, nach Transpiration von 3 Litern Petersaft, OBEN!

Die Welt breitet sich vor unseren Augen aus. Okay, nur ein Stück der Welt, aber ein waldreich schönes Stück. Gucken, staunen, Fotos machen.

Ein Blick nach unten assoziiert mir die Gedankenkombination: Höhe, Winkel, Fallgeschwindigkeit, Zeit usw.
Oder: Wie lange würde es wohl dauern, bis ich unten aufschlage, wenn ich jetzt über das Geländer springe?

Spielt es eine Rolle, ob ich die Arme ausstrecke? Wie wirkt es sich aus, wenn ich unterwegs pupse? Muss ich mit berechnen, dass der Einschlagweg in das Erdreich bei mir ja durch das Bauchgewicht tiefer sei könnte? Könnten die Aufwinde um den Turm so hoch sein, dass ich vielleicht gar nicht falle, sondern gen Himmel entschwebe?

Leider bekomme ich auf diese hoch philosophischen Fragen keine Antwort, weil mein Schatz mir in den Nacken haut und sagt, ich solle nicht so einen geistigen Dünnschiss von mir geben.
Dann geht’s wieder hinab zur Erde, allerdings über die Treppe.
Heh, Leute – eine tolle Erfahrung, runter geht’s echt leichter. Hihi.