Vernatlantis und das Weserbergland

Verfolgen Sie die Geschichte eines alten Hauses und der neuen Besitzer. Lesen Sie Geschichten und Informationen aus einer kleinen aber lebendigen Gemeinde. Lernen Sie die Menschen, die Umgebung, die Städte und Flüsse kennen.   Erleben Sie unser VernAtlantis. Die Erlebnisse der ersten Jahre jetzt als Buch: Vernatlantis: ISBN-10: 3839107555

Kapitel 55:
Sa. 28.06.2008
Wild- Schwein

Bild_3Der Tag beginnt mit Frühstück und setzt sich ein wenig faul fort. Rosi und Hans schwingen sich auf ihre Räder. Sie wollen eine Radtour Richtung Karlshafen machen.
Ich schwinge mich auf die Leiter und pinsel das Vordachgestell (und mein Hemd :-() schwarz.
Langsam naht der Mittag und Jo.

Der rüstet zum Großeinsatz auf Vernatlantis. Die Hecke kann der rohen Gewalt nichts entgegenhalten und unter dem Knattern der Heckenschere nimmt sie rapide ab und wird schlank und rank. Das Licht der Nachmittagssonne kann nun wieder in Haus 9 für anheimelnde Stimmung sorgen.

bild_15Zwischendurch beglückt uns Heike mit lecker Kuchen. Diät weiche von mir, schenke mir Heikes selbst gemachte Diätsünde. Nach dem gestrigen Grillabend macht das wahrscheinlich auch nichts mehr aus *heul. Zu unserer Freude haben sich auch Sarah und Freund zu einem Besuch auf Vernatlantis entschlossen und trinken mit Heike, Jo und uns Kaffee. Sarahs Freundin Tina hat früher hier im Haus gewohnt und Sarah erzählt uns, wie es früher, als sie Kind war hier ausgesehen hat. So erfahren wir wieder etwas mehr von Vernatlantis Vergangenheit und der Nachmittag flattert von dannen.


Heute Abend wollen wir Rosi und Hans zum Wildschwein essen mitnehmen. (wer hat da was von Diät gesagt?)

Vorsichtshalber haben wir schon vorab reserviert. Das Wetter ist topp und der Anker ist gut besucht. Wir nehmen im Biergarten platz.
Okay, sich hinsetzen kann schon schwierig sein. Die Mädels eiern im Garten herum:" Oh, zu viel Sonne, oh, zu wenig Sonne, oh, keine Sonne, oh ,Schatten, oh, kein Schatten" und wir männlichen Idis eiern eine Weile hinterher. Dann reißt mir der Geduldsfaden und bevor ich einen Psychoschatten oder einen Sonnenstich bekomme, setze ich mich da hin, wo ich gerade bin.
Die anderen Gäste lachen sich einen Ast und das Wildschwein dreht sich vor Freude am Spieß. Da sind wir Clowns aus Westfalen im Showgeschäft doch wieder mal ganz oben ;-)
Kellner, bitte ein Bier. Zisch, weg.
{ice 1006 -link #122 [Zum Anker]}

Mhhh, das Schweinchen dufttet über dem Holzkohlegrill vor sich hin und Peters Mitte knurrt.
Dann bimmelt der Chef mit der Glocke und das Buffet ist eröffnet.
Wie, keiner steht auf!?
Dann mach ich eben den Anfang. ;-)
Teller genommen und an die leckeren Sachen vorbei gearbeitet. Dann Chef lieb anschauen, damit er schöne Scheiben vom wilden Schwein schneidet und auf den Teller schaufelt.
Und ich sach dich, dat tut er och ;-)

Der Teller wird gut gefüllt zum Tisch gebracht und dort schön langsam geleert.
Mutter ist vom Gemüse ganz begeistert. Na, dann hohl ich mir doch auch mal etwas davon. Freundlicher Weise darf ja so viel gegessen werden, wie rein passt .
Also Tellerchen genommen, bisserl Gemüse geschnappt und Chef wieder lieb ansehen, damit wildes Schwein auf dem Teller grunzt.
{ice 1004 -link #122}Diesmal sind die Scheiben noch zarter als bei der ersten Ladung. Boh, die zergehen auf der Zunge. Lecker. Langsam meldet mein Magen "satt" an meine Gehirnzellen.
Puh, vollgefressen.

Also, ihr lieben Bürger dieser Erde, wenn ihr auch lecker wildes Schwein vom Grill essen wollt, dann solltet ihr den Anker in Lippoldsberg besuchen. Natürlich gibt es nicht nur wildes Schwein zu essen, auch die anderen Speisen munden.

Unser Ausflug hört sich an wie eine Werbeanzeige? Mag sein, aber wir haben wirklich gut gegessen und darum gönnen wir der Juniorchefin mal ein wenig Werbung.
Okay, Sie hat uns bestochen und möchte uns das nächste Mal einen ausgeben, supi *LOL
Wer kann bei dem Schwein schon widerstehen?
(Damit meine ich jetzt nicht die Juniorchefin ;-))

Bilder im Album:
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