Vernatlantis und das Weserbergland

Verfolgen Sie die Geschichte eines alten Hauses und der neuen Besitzer. Lesen Sie Geschichten und Informationen aus einer kleinen aber lebendigen Gemeinde. Lernen Sie die Menschen, die Umgebung, die Städte und Flüsse kennen.   Erleben Sie unser VernAtlantis. Die Erlebnisse der ersten Jahre jetzt als Buch: Vernatlantis: ISBN-10: 3839107555

Kapitel 43:
04.04.08
Dampfbad

Schon ist das WE fast gelaufen. Bevor wir uns wieder in die Staus stürzen erwarten wir aber noch unsere Lieferung. Wie ihr wisst, hatte ich ja eine Pergola gekauft und die Rückwand nicht ins Auto bekommen. Ebenfalls steht bei mir im Wohnzimmer noch der Wozi-Schrank rum, der nach Verni soll.

 Auch der kleine Kleiderschrank wartet auf seine Reise ins Land der Schwülme. Heute soll es soweit sein, denn Papa hat mal wieder Schnapp gemacht und eine Sauna ergattert. Damit lohnt sich nun eine Reise und die wird heute unternommen. Ein Freund wird uns die Sachen mit seinem kleinen LKW vorbeibringen. Bis dahin kratzt Marion Tapeten ab und ich beseitige meinen abgeschlagenen Putz und Lehm. Die Blümchen bekommen noch eine Ladung Wasser und dann kommt auch schon der LKW mit der Sauna und den Schränken. Die Teile verschwinden ins Haus. Die Sauna besteht aus 1000 Einzelteilen, die ich irgendwann wieder zusammenbauen muss. Natürlich ohne Aufbauanleitung, da die Sauna ja gebraucht ist. Erschwerend kommt hinzu, dass ich das Ding nicht abgebaut habe. Also wird der Saunaaufbau später mal zum Dampfbadpuzzle mutieren.
Aber erst einmal kommen die Saunaeinzelteile in den Keller.

Wir stürzen uns anschließend in die Rückreisestaus, wobei Marion davon verschont wird aber es mich am A-Kreuz Werl erwischt. Ich vertraue meinem Navi und verlasse die Bahn. Mein Navi zeigt mir gleich zu Beginn den Finger und jagt mich wieder in eine gesperrte Straße. Die kennen ich nun schon, weil ich schon mal drauf reingefallen bin. Meine Kehrtwende wird von anderen Navifahrern mit Vogelzeigen quittiert. Ich sehe sie später wieder, denn sie müssen einige hundert Meter weiter auch wenden. Man sollte den Vogel nicht zu früh raus lassen.

Von Uschi geführt finde ich mich später auf luftigen Höhen, einsam und von Feldern und Wiesen umgeben, auf Wald und Wiesenwegen wieder. Wer immer dieses Navi programmiert hat, muss ein Naturliebhaber sein. Uschi will mich gar über Wege leiten, die nur als Forstwege freigegeben sind. Ich sehe Landschaft soweit das Auge reicht. Uschi und ich, - ganz allein auf dieser Welt. Wie romantisch, allerdings navigationstechnisch eher schei...
Irgendwie schafft es Uschi, mich wieder auf normal befahrbaren Straßen zu leiten. Unglaublicherweise komme ich sogar in Hagen an.