Vernatlantis und das Weserbergland

Verfolgen Sie die Geschichte eines alten Hauses und der neuen Besitzer. Lesen Sie Geschichten und Informationen aus einer kleinen aber lebendigen Gemeinde. Lernen Sie die Menschen, die Umgebung, die Städte und Flüsse kennen.   Erleben Sie unser VernAtlantis. Die Erlebnisse der ersten Jahre jetzt als Buch: Vernatlantis: ISBN-10: 3839107555

Kapitel 35: 2008
20.03.08 - 30.03.08

Neues Jahr - Neue Eier

Osterferien sind angesagt und eine Woche Urlaub in Verni ist eingeplant.

Zwischen Jahresanfang und Ostern habe ich ein Verniwochenende doch glatt vergessen ins Renovierungstagebuch einzutragen. An besagten WE haben wir die Elektrik im Gästezimmer durchgeschaltet und das Zimmer soweit möglich ausgeräumt. Das Zimmer ist nun fast leer und dafür unser schön leerer Flur jetzt wieder voll geräumt. Ostern können wir also sofort mit der Fertigstellung des Gästezimmers beginnen.

Kim
Hund ruht....

Der H- Baumarkt bekommt wieder einmal einen größeren Auftrag. 55 Pflanzsteine und Pflanzerde, Deckenpaneele und viele andere Sachen werden bestellt und sollen nach Ostern geliefert werden.

Wir starten zusätzlich mit gut gefüllten Autos in Richtung Hessen. Der erwartete Osterurlaubsstau hält sich überraschender Weise in Grenzen. Am Donnerstag Nachmittag kommen wir an und packen aus.
Ich beginne mit dem Aufbau der Deckenkonstruktion im Gästezimmer.

Fr 21.03.08

Eve, unsere Tochter, hat sich zum Helfen angemeldet. Sie wird gegen Mittag in Verni ankommen.

In der Zwischenzeit baue ich die Lattung für die Deckenpaneele weiter. Meine diversen Wandlöcher, die ich für die Kabelverlegung gestanzt hatte, müssen wieder geschlossen und vergipst werden

Eve hat endlich ihre Anreise geschafft. Ihr Navi(Ali)gator hat ihr einen feinen Umweg aufgebrummt.

Eve
Eve

Sa 22.03.08

Zuerst ist Baumarkt angesagt. Wir müssen unser Kundenkonto einrichten und noch einige Sachen einkaufen. Die Deckenpaneele nehmen wir aus der Lieferung heraus und nehmen sie gleich mit. Vielleicht schaffen wir ja mehr Arbeiten als wir geplant haben, gg.

Arbeit
Mutter fleißig

Heute wollen wir das Gästezimmer tapezieren. Gestern haben wir noch die Vorarbeiten erledigt und so können wir fröhlich beginnen. Eve will unbedingt das Tapezieren lernen und stellt sich dabei sehr geschickt an. Nach ein paar Bahnen legt sie ein enormes Tempo vor und ich komme kaum noch mit dem Einkleistern nach ;-).
Dann bekommt sie eine Tapezier- Zwangspause verpasst. Im hinteren Bereich müssen erst die Deckenpaneele angebracht werden. Gemeinsam werfen wir die Dinger an die Decke.

So. 23.03.08

In Verni hält der Winter wieder Einzug. Erste Schneeflöckchen fallen von Himmel und es wird erbärmlich kalt. Da wird das Setzen der Pflanzsteine nächste Woche ja lustig werden.

Weiße Ostern.

Schnee
Verni in weiß

Wir gehen mit unserer Tochter im Hotel Anker in Lippoldsberg essen. Wir entscheiden uns für Hirschbraten. Mmmmhhhh, lecker.

Nachmittags will Eve unbedingt das Zimmer fertig tapezieren. Sie möchte wissen, wie es fertig aussieht und da sie um 16 Uhr wieder zurück nach OWL muss, tapezieren wir halt noch die restlichen Wandstellen zu.

Eve betrachtet stolz ihr Werk, steckt sich mein Lob in die Tasche und fährt heim.

Gästezimmer
Gästezimmer fertig

Mutter liegt den ganzen Tag schon flach - erkältet.

Also begebe ich mich allein ans Laminatverlegen.

Mo 24.03.08

Gähn, - müde.

Restliches Laminat verlegen. Marion ist wieder etwas besser drauf und hilft.

Die Abschlußleisten können nun in den Zimmern verlegt werden und auch die Leitungen für die Heizungen finden ihren Weg. Bisher sind die Heizungen noch an den normalen Stromkreisen angeschlossen, demnächst erhalten sie separate Anschlüsse.
Draußen ist schönster Winter angesagt. Schnee wohin man blickt.

Di 25:03.08

Heute kommt ein kleiner Bagger, der unsere Wiese vor der hässlichen Holzwand begradigen soll. Die Pflanzsteine sollen zumindest in etwa gerade liegen. Beim Baggern stellt sich heraus, dass die Fläche eine große Betonplatte ist und uns Baggerführer sich in die Alpen versetzt fühlt.

Holdrio! Und die Schneeflöckchen tanzen dazu.
Natürlich ist auch mal wieder einkaufen angesagt.

Mi. 26.03.08

Heute Morgen müssen wir früh aufstehen, denn die Pflanzsteine und die anderen Sachen werden geliefert. So fliegen 55 Pflanzsteine vom LKW auf unser Grundstück, - natürlich sicher im Krangreifer.

Ebenso wechseln Mörtelsäcke und Kalksandsteine den Standort. Die allerdings dann gleich noch einmal und zwar in Richtung Haus 9. Das macht Papi in Handarbeit. Stöhn.

Die Pflanzerde, die auch geliefert werden sollte, haben die Jungs vergessen aufzuladen.
Zumindest bessert sich das Wetter ein wenig. Ist ist zwar kalt aber wenigstens trocken.

Kurz darauf kommt die Pflanzsteinverlegemannschaft. Jo und Co lassen die Steinchen an der Wand lang "wachsen". Ich verlege mich aufs Zusehen und ab und an schlaue Sprüche von mir geben.

Ich würde den Beiden doch nur im Wege stehen, also lasse ich die Zwei nach einer Weile allein werkeln und entschwinde ins Haus. Hier wartet noch genug andere Arbeit auf mich.

Steine
Lustiges Steine werfen

Nach etwa 3 Stunden haben Jo und Co. ihre Arbeit vollendet.

Allerdings fehlen noch ein paar Steinchen. Ich schwinge mich ans Telefon und fordere die Pflanzerde an und bestelle noch 20 Steine nach. Morgen wird nachgeliefert.

Do. 27.03.08

Wieder früh raus und die Lieferung der zusätzlichen Steine und der Pflanzerde annehmen.
Jo kommt diesmal ohne Co. und so muss ich mit anfassen. Die restlichen Steine finden ihren Platz.

Mutter verteilt zwischenzeitlich die Pflanzerde und setzt ihre Pflanzen ein.

Pflanzzeit
Pflanzzeit


Ich fange mit der Gestaltung des Treppenaufganges an.

Fr. 28.03.08

Der dunkle Eingangsflur geht mir langsam auf den Nerv und ich entschließe mich dazu, die Schaltung auseinander zu klamüsen. Es beginnt wieder einmal das fröhliche Leitungssuchen und -testen.
Dann ist Lampe 1 im oberen Flur schaltbar und leuchtet bei Bedarf freundlich vor sich hin.

Der Einbau des beleuchteten Dekofensters im Treppenaufgang gestaltet sich schwieriger als angenommen. Aber auch diese Hürde wird heute gemeistert.

Fenster
Dekofenster

Wir haben Jochen und Frau für heute Abend eingeladen. Bei einem kleinen Happen quatschen wir über Gott und die Welt ( oder so).

 

Sa 29.03.08

Das Moderzimmer im EG ist heute mein Ziel. Mein Fuß meldet zwar einen leichten Schmerz im Gelenk aber ich werde diesem Mistzimmer trotzem heute den Krieg erklären.

Das Zimmer hat ja beim letzten Hochwasser leider ein wenig Wasser mitbekommen. Da irgendeiner der Vorbesitzer des Hauses blöder Weise den Boden mit Holzaufbau auslegte, ist dieser der Feuchtigkeit nicht wirklich gewachsen gewesen. Er modert jetzt vor sich hin. Bah.

Also werfe ich mich in den Ganzkörperkondom, setze vorsichtshalber die Schutzmaske auf und schwinge kampfbereit die Schüppe. Moder ich komme.

So schiebe ich Schubkarre für Schubkarre, gefüllt mit lecker Moder, nach draußen.
Mit meinem weißen Schutzanzug und der Schutzmaske muss ich arg gruselig aussehen, denn ein kleines Mädel starrt mich bei meiner Schubkarrentour entgeistert an. Natürlich beruhige ich sie sofort: "Keine Angst, ich bin nur ein Marsmensch".

Irgendwie scheint sie das aber nicht sehr beruhigt zu haben. Komisch. ;-)

Marsmensch
Peter vom Mars

Nach vielen Schüppen und Schubkarre schieben habe ich den Kampf gewonnen und etwa 1 m3 Moder liegt draußen. Dafür schmerzt mein Fuß jetzt etwas mehr.

Jetzt wartet noch der Treppenaufgang auf Fertigstellung, also ran ans Werk.

Mutter sagt zwischenzeitlich den Tapeten im Flur den Kampf an.

Das mitgebrachte Törchen (richtig:Ebay *LOL) wartet auch noch darauf angebracht zu werden. Allerdings reiße ich gleich die erste minderwertige Befestigungsschraube ab und kann das Tor daher nur provisorisch anbringen. Muss es halt bis zum nächsten Einsatz in Verni warten.

Abends besuchen uns Ede und Annemarie.

So 30.03.08

Die Nacht war für mich etwas bescheiden. Mein Fußgelenk meldete beständig einen größeren Schmerz zum Großhirn, welches daraufhin das Schlafzentrum in Alarmbereitschaft versetzte und somit einen Schlaf größtenteils verhinderte.

Mein Schatz hat sich liebevoll um mich gekümmert und mein Fußgelenk mit Balsam eingeschmiert.

Gegen Mittag geht es etwas besser und ich hoffe, ich kann später nach Hagen zurück fahren.
Mit der Umstellung auf Sommerzeit strahlt auch die Sonne vom Himmel und wir müssen wieder heim, gemein.

Vernibild
vom mir gemalt - Verni