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Events - Nachlese

Bild_43In Bodenfelde war Schüttenhoff, natürlich mit uns.

Die Ursprünge des Schüttenhoffs werden in der Zeit nach dem 30jährigen Krieg vermutet, in dem Bodenfelde 1631 durch einen großen Brand fast völlig zerstört wurde.

Hintergrund ist der gesunde Geschäftssinn der Bodenfelder Bierbrauer. Zu Pfingsten fand im Nachbarort Lippoldsberg ein Schützenfest statt und die jungen Männer wanderten dorthin, um zu feiern. Natürlich sahen das die Bodenfelder Brauer nur ungern und baten ihren Landesherren drum auch in Bodenfelde einen Schüttenhoff durchführen zu dürfen. Man begründete das Anliegen damit, dass die jungen Männer nicht mehr mit dem Gewehr umgehen könnten und dies somit geübt werden müsse.

Mit ihrer Bitte, das Schützenfest "ehrbar und bescheiden" regelmäßig am zweiten Pfingsttag (wenn auch in Lippoldsberg gefeiert wurde) jeweils nach dem Gottesdienst abzuhalten, hatten die Bodenfelder Erfolg.

Panoramabild
Nach dem 2. Weltkrieg wurde es ruhig um das Schützenfest. Erst 25 Jahre später, am 29. Januar 1961 nachmittags um 3 Uhr im Saal von Albert Stüber fand wieder die erste "sehr gut besuchte" Versammlung der Schützengesellschaft seit 1936 statt.

Bis ein neuer Schüttenhoff konkrete Formen annahm, sollten jedoch noch drei Jahre vergehen. 1964 fand dann wieder ein Schüttenhoff statt.

 

Dargestellt wird die erfolglose Verteidigung der Stadt, und das anschließende Niederbrennen. Natürlich erfolgt diese Tradition nicht bierernst, sondern mit viel Freude und Spielgeist. Einige Kritiker meinen, das Fest wäre zu militärisch angesiedelt. Aber seien wir ehrlich – Schützenfeste haben ihren Ursprung nun einmal beim Militär.