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Städte

Bild_2Fredelslohist ein Stadtteil von Moringen im südlichen Niedersachsen, im Landkreis Northeim am Ostrand des Sollings. Der Ort ist über die Grenzen des Bundeslands als Künstler- und Töpferdorf bekannt.

Es liegt im Tal des Bachs Dieße, die ein Ilme-Zufluss ist und in Fredelsloh vom Dellgraben gespeist wird. 

Den Dorfkern von Fredelsloh prägt die Klosterkirche St. Blasii und Marien. Diese Basilika gehörte zum Stift Fredelsloh, das 1132 als Augustiner-Chorherrenstift vom Bistum Mainz gegründet wurde. Da das Stift Fredelsloh im nördlichen Randgebiet ihres Bistums lag, übertrugen die Mainzer Bischöfe den Grafen von Dassel die Vogteirechte, die für das 13. Jahrhundert bis 1277 belegt sind. Danach begann die Umwandlung in ein Chorfrauenstift. Das Stift bestand bis wenige Jahrzehnte nach dem Dreißigjährigen Krieg. Die romanische Stiftskirche diente nach Schließung des Stifts einigen Generationen als Getreidespeicher und blieb dadurch erhalten, während die anderen Stiftsgebäude bis auf Mauerreste und einen Brunnen verfallen sind. Inzwischen ist die dreischiffige Basilika renoviert und wird wieder als Kirche genutzt. Als Haupteingang dient das Nordportal. Dabei handelt es sich um ein Hirsauer Portal. Die Fredelsloher Form des Säulenportals mit dem Halbbogen aus dem 12. Jahrhundert zählt zu den frühesten ihrer Art in Deutschland. Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Fredelsloh wurde auch der 875. Geburtstag Fredelslohs gefeiert. Etwa 1,5 km östlich von Fredelsloh liegt die Wüstung Bengerode, in der Archäologen eine mittelalterliche Töpfersiedlung ausgegraben haben.

Heutige Töpfereien in Fredelsloh stehen in der Tradition dieser Wüstung.