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Städte

Bild_29Adelebsen ist ein Flecken in Niedersachsen, der etwa 15 km westlich von Göttingen an der Schwülme liegt. Er hat etwa 6.700 Einwohner und gehört zum Landkreis Göttingen.
Zu Adelebsen gehören außerdem die Ortschaften Barterode, Eberhausen, Erbsen, Güntersen, Lödingsen und Wibbecke.

Erstmals erwähnt wurde Adelebsen bzw. die alte Burg der Freiherren von Adelebsen, die auf einem langgestreckten Sandsteinfelsen über dem Ort liegt, 990 mit der Bezeichnung Ethelleveshusen.
In diesem Jahr schenkte Kaiser Otto III. seiner Schwester Sophie hier Ländereien.
Der das Dorf und die Straße (durch das Schwülmetal an die Weser) überragende Sandsteinfelsen war wie geschaffen für eine Burganlage. So siedelten im 13. Jahrhundert die Herren von Wibbecke aus ihrem in der Nähe liegenden Dorf hier über und erbauten auf dem Felsen eine Burg und nannten sich fortan mit dem Namen von Adelebsen.

Der älteste Bauteil der Burg ist der neun Stockwerke hohe Bergfried, der aus dem 13. Jahrhundert stammt. Er ist 38,75 m hoch und teilweise fünf- und sechseckig. Die Mauerstärke beträgt im unteren Bereich 4,30 m, der Zugang liegt 4 m über der Hoffläche.

Die Burganlage entstand während mehrerer Bauperioden im 14. Jahrhundert. Die Burg wurde 1466 durch den Bischof von Hildesheim in Brand gesetzt und wie der Ort Adelebesen im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt. Die Wiederaufbauarbeiten der Burg setzten um 1650 ein. Durch Bauerweiterungen wandelte sich die Burg 1740 in ein Schloss. Dazu wurde der die Hauptburg von der Vorburg trennende Graben zugeschüttet.
Auch entstanden weitere Gebäude, wie 1685 das Forsthaus, 1749 die Rentei und ein 38 m tiefer Tretbrunnen.
Um 1900 erhielt das Schloss ein Mansarddach. Seit 1947 gehört es mit Land- und Forstflächen der "Stiftung Burg Adelebsen".

 1577 wurde eine große Scheune errichtet, die im 20. Jahrhundert zu einer katholischen Kirche umgebaut wurde. Durch um 1870 beginnenden Basaltabbau der in der Nähe gelegenen Berge Bramburg, Grefenburg und Backenberg wurde Adelebsen zum Standort einer bedeutenden Steinbruchindustrie.
Von 1885 bis 1932 gehörten Adelebsen und seine Ortschaften zum Kreis der im Nordwesten gelegenen benachbarten Stadt Uslar. Dieser wurde dann mit dem Kreis Northeim vereinigt. Erst 1973 wurde Adelebsen aus dem Landkreis Northeim in den Landkreis Göttingen ausgegliedert.