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Sehenswürdigkeiten

Bild_42Der etwa 130 Hektar große Tierpark Sababurg wurde 1973 auf dem Gebiet eines ehemaligen fürstlichen Jagdgatters gegründet. Der Wildpark beherbergt vor allem vom Aussterben bedrohte, heimische Wildtierarten.

Geschichte
Der Wildpark wurde 1571 von Landgraf Wilhelm IV. am Fuß der Sababurg im Reinhardswald in Nordhessen gegründet. Zum Zweck der Jagd und der Forschung wurden im Tierpark unter anderem Ure, Damwild, weiße Hirsche, Gämsen, Elche und Rentiere gehalten. Der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Park war von einer dichten Dornenhecke umgeben, weswegen die Burg gern als Schauplatz des Märchens Dornröschen der Brüder Grimm bezeichnet wird.

Landgraf Friedrich II. ließ den Park etwa 1770 barock umgestalten, indem er Schneisen in den Wald schlagen ließ, welche noch heute als Eichenalleen im Park erhalten sind. Zum Ende des 18. Jahrhunderts hin verlor man das Interesse am Tierpark. Die meisten Bäume wurden abgeholzt, um Weideflächen für Pferdezuchten zu erhalten.

Erst zu Beginn der 1970er Jahre erwachte neues Interesse am Tierpark. So wurde er vom Landkreis Kassel 1973 wieder offiziell neu eröffnet. Wesentlichen Anteil an der konzeptionellen Gestaltung und am Neuaufbau des Tierparks hatte der Zoologe Hans Georg Picker. Ihm zu Ehren trägt der seit dem Jahr 2006 im Tierpark bestehende Schulbauernhof den Namen "Pickers Hof".

 

Der Wildpark heute

Das heutige Konzept für den Tierpark beinhaltet drei Themenschwerpunkte:

  • Urwildpark: Neben der Haltung vom Aussterben bedrohter, heimischer Wildtierarten werden auch einige bereits ausgestorbene Tierarten in Form von Rückzüchtungen gehalten. Um an den geschichtlichen Werdegang zu erinnern werden auch heute noch verschiedene Hirsche wie zu Zeiten des Landgrafen gehalten (Europäische Rothirsche, Wapitis und Marale). Ebenfalls kann man weiße Formen des Europäischen Rothirsches und des Damwilds beobachten.
  • Haustiergarten: Alte Haus- und Nutztierrassen sind häufig für unsere Landwirtschaft wirtschaftlich unbedeutend geworden und drohen auszusterben. Ihrer Haltung wird besondere Bedeutung zugesprochen, so dass dieser Schwerpunkt in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden wird.
  • Kinderzoo: Die Besucher sollen den Tieren hautnah begegnen können. Hierzu wurden verschiedene Streicheltieranlagen eingerichtet. Die hier auch gehaltenen exotischen Arten wie Pinguine, Kängurus und Affen weichen zwar vom Grundkonzept des Tierparks ab, sind aber bei den Besuchern sehr beliebt.

Westlich an den „Tierpark Sababurg“ grenzt der Urwald Sababurg.

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