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Sehenswürdigkeiten

Die Bramburg

ist eine Burgruine im Bramwald, Landkreis Göttingen, südliches Niedersachsen (Deutschland).

 

Die Ruine der Bramburg steht am rechten Weserufer an der westlichen Abdachung des Bramwalds im Oberwesertal. Sie befindet sich in der Gemarkung der Ortschaft Hemeln, das heutzutage ein nördlicher Ortsteil von Hann. Münden ist. Etwas nördlich der einstigen Burg befindet sich Glashütte, ein weiterer kleiner Ortsteil von Hann. Münden. Die Bramburg wurde an den west-nordwestlichen Ausläufern des stark bewaldeten Hünenkopfs (389 m ü. NN) auf rund 210 m Höhe errichtet und steht fast 100 m über dem Tal der Weser bzw. über der Landesstraße L 561 zwischen Hemeln im Süden und Glashütte im Norden.

Ein paar hundert Meter südlich der Bramburg befinden sich Überreste einer frühmittelalterlichen Hünenburg. Auf der gegenüberliegenden linken bzw. westlichen Weserseite liegt der Ortsteil Veckerhagen der zu Nordhessen gehörenden Gemeinde Reinhardshagen an der Ostabdachung des Reinhardswalds.

Zu erreichen ist die Ruine der Bramburg von der zuvor erwähnten L 561 kommend nur auf Forst- und Wanderwegen.

 

Geschichte

 

Der Ursprung der Bramburg liegt im Dunklen der Geschichte. Es wird vermutet, dass die Burganlage bereits seit dem 11. Jahrhundert besteht.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde die Burg im Jahr 1063. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde sie als eine Schutzburg zur Absicherung der Corveyer Territorien genannt. In der zweiten Hälfte des dieses Jahrhunderts gehörte die Burg mit den umliegenden Ländereien zum Besitz der Welfenherzöge. Sie gelangte in den folgenden Jahren als Lehen an die Herren von Stockhausen, welche die Burg als Raubritternest nutzten. Daher wurde die Burg im Jahr 1458 von dem Heer des Landgrafen Wilhelm von Thüringen teilweise zerstört. Die Burganlage verblieb aber weiterhin im Besitz derer zu Stockhausen, deren Nachfolgern sie bis heute noch gehört. Die zuletzt nur noch als Wohn- und Amtssitz dienende Burg verfiel seit etwa Mitte des 16. Jahrhunderts und galt bereits im ausgehenden 17. Jahrhundert als Ruine.

 

Heutzutage

Das markanteste Gebäude der rechteckigen Bramburg ist heutzutage die Ruine des 21,37 m hohen Bergfrieds. Dieser besitzt unterhalb des sich in 9,17 m Höhe befindlichen Zugangs ein Verlies. Darüber befinden sich drei Geschosse die in Belagerungsfällen auch bewohnbar waren. Eine Turmbesteigung ist derzeit nicht möglich. Daneben sind noch Teile der Ringmauer und weitere Grundmauern erhalten. Der Burggraben ist zwar teilweise zugeschüttet aber immer noch erkennbar.

Die Bramburg ist heutzutage als offene Ruine jederzeit frei zugänglich. Sie wird nicht bewirtschaftet.