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Sehenswürdigkeiten

Bild_8 Im Jahre 1409 wurde mit der Wiedererrichtung der St. Georgs-Kirche in Immenhausen begonnen, nachdem die Stadt im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen fast gänzlich zerstört worden war.

Im Jahre 2009 feiert die Kirchengemeinde den 600. Jahrestag ihres Wiederaufbaus.

Die evangelische Stadtkirche entstandt als spätgotische, dreischiffige Hallenkirche - ähnlich wie im benachbarten Grebenstein.

Das Kirchenschiff und der Chor wurden Mitte des 15. Jahrhunderts mit Wandmalereien aus der Leidensgeschichte Christi kunstvoll ausgemalt.

Bunte Wandbemalung

Beim Eintritt in die dreischiffige spätgotische Hallenkirche fallen dem Besucher sofort die bunten Wandbemalungen auf. Sie scheinen auf den ersten Blick nicht wirklich zusammen zu gehören, aber beim Betrachten merkt man schnell, dass jede einzelne eine Geschichte erzählt. Dabei wurden teilweise Szenen wie das letzte Abendmahl, die Kreuzabnahme oder die Pilgerreise nach Santiago de Compostela gemalt. Besonders interessant ist ein Bild, das Jesu im Garten Gethsemane zeigt. Die Stadt im Hintergrund ist aber nicht Jerusalem, sondern die älteste erhaltene Ansicht von Immenhausen. Darüber hinaus finden sich neben Bildern von Heiligen auch Abbildungen von wohlhabenden Immenhäuser Bürgern an den Kirchenwänden. Über Herkunft und Identität der Künstler gibt es nur Spekulationen. Da in der Zierenberger Kirche ähnliche Darstellungen gefunden wurden, wird vermutet, dass dieselben Maler an beiden Orten tätig waren.

Ein Schüler Luthers, Bartholomäus Riseberg (auch: Rieseberg) aus der Altmark (1492 bis 1566), war dann zur Zeit der Reformation einer der ersten evangelischen Prediger im Norden Hessens und in der Stadtkirche von Immenhausen, was ihm eine mehrwöchige Kerkerhaft im "Jungfernturm" von Grebenstein einbrachte, aus der er entfliehen konnte. An ihn erinnert seit 2003 ein Denkmal an der Stadtkirche, das von dem Künstler Roman Krasnitzki geschaffen wurde.

Unter Landgraf Philipp I. dem Großmütigen wurde die Landgrafschaft Hessen dann in Folge der Homberger Synode protestantisch. Hessen gehörte neben Sachsen und Württemberg zu den mächtigen Vorkämpfern der Reformation im Deutschen Reich. In Immenhausen wurde aus der Kirche St. Georg das Gotteshaus der nunmehr protestantischen Gemeinde.

Textauszüge:
Regiowiki, wikipedia