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Saint Tropez / © Nick Hannes„Mediterranean. The Continuity of Man“

Iserlohn. Die Städtische Galerie Iserlohn präsentiert ab Freitag, 1. September, die Ausstellung „Mediterranean. The Continuity of Man / Mittelmeer. Das Fortbestehen des Menschen. Fotografien 2010-2014“ mit Werken von Nick Hannes.

Der Mittelmeerraum hat viele Gesichter. Reich an Geschichte und mit einem angenehmen Klima gesegnet, ist das Mittelmeer das beliebteste Touristenziel in der Welt. Über 220 Millionen Menschen strömen jedes Jahr an die Strände der verschiedenen Küstenregionen und Inseln. Sie setzen Natur und Meer einer großen Umweltbelastung aus. Gleichzeitig fungiert das Mittelmeer als ungewollter Burggraben für die Festung Europa. Trotz der Gefahr versuchen Tausende von verzweifelten Einwanderern aus Afrika und Asien kontinuierlich, das Meer in einfachsten Booten zu überqueren.

 

Von 2010 bis 2014 bereiste Nick Hannes die Küsten von über zwanzig Anrainerstaaten und dokumentierte aktuelle Themen wie Tourismus, Urbanisierung, Grenzen und Migration. Während er an diesem Projekt arbeitete, lieferten die Länder kontinuierlich große Schlagzeilen: Krise in Griechenland, der arabische Frühling, Bootsflüchtlinge, Kriege in Libyen, Syrien und Gaza.

„Mediterranean. The Continuity of Man“ ist eine kaleidoskopische Dokumentation der Region und des Zeitgeistes, der durch eine Vielzahl von gewaltigen Spannungen, Kontrasten und Krisen gekennzeichnet ist. Die Fotografien stellen eine parallele vergleichende Sichtweise dar, die es ermöglicht, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und die Paradoxien offenzulegen.

„Seine Bilder liefern ein paar verstörende Einsichten in den Alltag am Mittelmeer, den sich viele Menschen so lieblich vorstellen. Hannes entzaubert die romantische Vorstellung, der warme Wind des Südens würde schon das nötige Glück zum Leben herüberpusten. Ein Blick auf seine Bildserie reicht, und der Tourist, der gerade Sonnencreme und Badelatschen in den Koffer wirft, weil morgen der Flug nach Malaga, Alanya oder Palermo geht, hat noch etwas mehr im Gepäck“, hat Julia Stanek treffend im Spiegel geschrieben.
"Der Pazifik kann von den Ozeanen den ältesten zeitlosesten Aspekt haben, aber das Mittelmeer feiert das Fortbestehen des Menschen." (Ernle Bradford) Der reiche Knotenpunkt der Kulturen, auf den sich Bradford bezieht, hat sich zu einer Barriere entwickelt. Die Wiege der Zivilisation ist heute zum Grab von vielen geworden.
"Hier, an dieser Kreuzung von Raum und Zeit, wo das alte Meer sich gleichmäßig verbindet oder teilt; Hier, wie in den Bildern von Nick Hannes, sind die Leute zufällige Passanten in dem skrupellosen, immer wiederkehrenden Spektakel, das wir "Geschichte" nennen", schreibt der belgische Schriftsteller Michael De Cock.
Die Ausstellung „Mediterranean. The Continuity of Man“ wurde 2014 erstmalig im Antwerpener Foto Museum gezeigt. Es folgten die Cosmos Galery in Paris (2014), die 5. Biennale für zeitgenössische Kunst in Thessaloniki (2015), C-Mine in Genk (2015), Foto de Mer in Vannes (2016), Head On Photo Festival in Sydney (2016), Centro Andalus de la Fotografia in Almeria (2016), Fundacion Tres Culturas del Mediterraneo in Sevilla (2016), Photomed in Sanary-sur-Mer (2016), Foto Istanbul (2016), Athen Foto-Festival (2016), Fotofestiwal Lodz (2016), Photomed in Beirut (2017), Caja Granada Fundacion in Granada (2017) und Photolux Biennale Internazionale di Fotografia in Lucca (2017).
Die derzeitige Ausstellung in der Städtischen Galerie Iserlohn ist die erste Gesamtpräsentation des Projektes von Nick Hannes in Deutschland.
Das begleitende Buch wurde anlässlich der Antwerpener Ausstellung bei Hannibal Publishing veröffentlicht.

Die Vernissage ist am Freitag, 1. September, um 19.30 Uhr. Nick Hannes wird persönlich anwesend sein.

Die Ausstellung ist bis zum 29. Oktober zu sehen. Die Städtische Galerie (Theodor-Heuss-Ring 24) ist geöffnet mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Bild: Saint Tropez / © Nick Hannes

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