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Führung durch das Stadtmuseum Iserlohn mit Sonderausstellung „Heilkunst im Mittelalter“

Iserlohn. Zu einer öffentlichen Führung durch das Stadtmuseum Iserlohn (Fritz-Kühn-Platz 1) und die aktuelle Sonderausstellung „Heilkunst im Mittelalter“ sind alle Interessierten am Donnerstag, 3. August, um 16 Uhr herzlich eingeladen.

Das Stadtmuseum befindet sich in einem der schönsten Barockgebäude der Iserlohner Altstadt. Hier findet sich eine Vielzahl spannender und lebendiger Darstellungen, Modelle und Gerätschaften, die die Entwicklung Iserlohns und der Region wiedergeben.
Auf drei Ausstellungsebenen werden die folgenden Themenbereiche präsentiert: Geologie (Meteoriten und Fossilien, Spuren der Dinosaurier), Ur- und Frühgeschichte (mensch­liche Spuren seit rund 70 000 Jahren, der Burgberg von Oestrich), Bergbau (Eisenerz- und Galmeibergbau), handwerkliche Drahtherstellung (Kettenhemden und andere Drahtprodukte), industrielle Nadelprodukti­on, Iserlohner Messing- und Bronzewaren (Iserlohner Tabaksdosen uvm.), die Revolution 1848/4­9 sowie die Stadtentwicklung vom Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.

Schwerpunkt der Führung am 3. August ist jedoch die Sonderausstellung „Geschröpft und zur Ader gelassen – Heilkunst im Mittelalter“, die das Stadtmuseum noch bis zum 20. August zeigt: „Gegen Nasenbluten binde den kleinen Finger der linken Hand fest mit einem Faden zu. Wenn das nicht hilft, nimm aus dem Gebeinhaus die Hirnschale eines Menschen, lege sie auf eine Röste, dörre sie und stoße sie zu Pulver. Trinke das Pulver im warmen Bier ...“. Die Heilkunst des Mittelalters war vielfältig und voller Überraschungen und Absurditäten. Sie basierte noch auf der antiken sogenannten Vier-Säfte-Lehre: waren die vier Säfte, also Blut, gelbe Galle, schwarze Galle und Schleim nicht im harmonischen Gleichgewicht, entstanden Krankheiten. Ärzte, Bader, Scherer und andere übten ihr Handwerk oftmals ambulant aus und boten ihre Dienste, teilweise als öffentliche Belustigung, auf Jahrmärkten und Marktplätzen an. Die Klöster mit ihren Kräutergärten entwickelten sich zu Spezialisten der Kräuterheilkunde. Viele komplexe Arzneien enthielten neben Kräutern und Gewürzen auch Mineralien, außerdem Knochen, Blut oder Fette von Tieren und Menschen. Das Allheilmittel Theriak bestand aus bis zu dreihundert Zutaten. In der sogenannten „Dreckapotheke“ wurde mit Exkrementen und Schmutz behandelt. Es ist nicht überliefert, wie viele Patienten überlebten. In einer Zeit katastrophaler hygienischer Bedingungen, ohne jegliches Wissen über die Übertragungswege von Infektionskrankheiten und ohne Antibiotika, schlugen Krankheiten und Seuchen oft ganz überraschend zu. Kein Wunder also, dass das Mittelalter auch eine Blütezeit der Scharlatane und des Aberglaubens war.

Das Museum ist barrierefrei. Eintritt und Führung sind kostenlos. Anmeldungen nimmt das Stadtmuseum Iserlohn unter Telefon 02371 / 217-1961 oder -1963 oder per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen. Weitere Informationen gibt es unter www.stadtmuseum-iserlohn.de.

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