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Annelise Kretschmer, Selbstporträt um 1929Photographien 1922 – 1975“ – Neue Ausstellung in der Städtischen Galerie Iserlohn (8. September bis 27. Oktober)
Bild: Annelise Kretschmer, Selbstporträt um 1929

Iserlohn. Die Städtische Galerie Iserlohn zeigt ab 8. September die Ausstellung "Annelise Kretschmer. Entdeckungen. Photographien 1922 – 1975”.
Annelise Kretschmer zählt zu den bedeutenden Photographinnen der späten Weimarer Jahre.

Orientiert an der "Neuen Sachlichkeit", jedoch mit einem eigenwilligen ästhetischen Konzept, gehörte die gebürtige Dortmunderin zu den ersten Frauen, die in Deutschland ein eigenes Photo-Atelier eröffneten. Vor ihrer Kamera standen Künstler, Industrielle, Arbeiter, Bauern und immer wieder Kinder, deren Portraits zu den eindrucksvollsten Zeugnissen dieses Sujets zählen. Obwohl sie gleich mit ihren ersten Arbeiten auf den wichtigsten Ausstellungen ihrer Zeit in Paris, Wien und Berlin vertreten war, geriet ihr Werk während der dreißiger Jahre, als sie sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen musste, zunehmend in Vergessenheit.

1950 erfolgte die Wiedereröffnung des Ateliers in Dortmund. Annelise Kretschmer etablierte sich schnell als Photographin, die das neue Selbstverständnis der bürgerlichen Nachkriegsgesellschaft in ihren Portraits auf subtile Weise spiegelte.

 

Mit rund siebzig Vintage Prints - Leihgaben aus dem Nachlass der Künstlerin - präsentiert die Städtische Galerie Iserlohn ein umfangreiches Konvolut an Originalabzügen. Neben bekannten Aufnahmen aus der Vorkriegszeit stellt die Schau auch Entdeckungen aus den fünfziger und sechziger Jahren vor. Der überwiegende Teil der Exponate wurde außerhalb dieses Ausstellungsprojekts niemals zuvor öffentlich gezeigt.

Zur Ausstellung in Kooperation mit dem Käthe Kollwitz Museum Köln und dem Museum Böttcherstraße, Paula-Modersohn-Becker Museum, Bremen, ist im emons:Verlag die gleichnamige Publikation erschienen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitagabend, 7. September, um 19.30 Uhr. Einführende Worte spricht der Kurator der Ausstellung, Thomas Linden. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Die Ausstellung ist bis zum 27. Oktober zu sehen. Die städtische Galerie Iserlohn öffnet mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

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