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Karte von Letmathe, 1776 (Stadtarchiv Iserlohn)Historische Schätze aus dem Stadtarchiv Iserlohn: Nachdrucke vorgestellt - Iserlohner Fotografie und Letmather Karte

Iserlohn. Historische Ansichten von Iserlohn erfreuen sich immer wieder großer Beliebtheit, wie zum Beispiel der jährliche Kalender der Sparkasse Iserlohn beweist. Nun hat das Stadtarchiv Iserlohn aus seinen reichhaltigen Beständen zwei Motive nachdrucken lassen, die Jochen Köhnke, Leiter des Ressorts Kultur, Migration und Teilhabe der Stadt Iserlohn, und Stadtarchivar Rico Quaschny vorgestellt haben.

Ausgewählt wurde eine historische Fotografie des Iserlohner Stadtzentrums, die 1878 von dem Iserlohner Fotografen Leopold Cohen (1838-1911) aufgenommen wurde. Vom Fröndenberg aus blickte der Fotograf über die Innenstadt zum Villenviertel auf dem Tyrol. Ressortleiter Jochen Köhnke zeigt sich begeistert von der Detailtreue der Fotografie.
Bild: Karte von Letmathe, 1776 (Stadtarchiv Iserlohn)
Stadtarchivar Quaschny weist auf markante Gebäude hin, die neben der Bauernkirche und der Obersten Stadtkirche auszumachen sind, so zum Beispiel das Waisenhaus, das Harmoniegebäude und die Doppelvilla Herbers-Romberg an der Stennerstraße. "Heimatkundige werden noch eine ganze Reihe weiterer Details auf der Fotografie erkennen", ist sich Jochen Köhnke sicher. "Der Fotograf Cohen war seit den 1860er Jahren in Iserlohn ansässig und gehört", so Quaschny, "zur ersten Fotografengeneration in der Stadt."

Das zweite Motiv zeigt eine historische Landkarte von Letmathe und Genna. Diese stammt aus dem Jahre 1776, ist handgezeichnet und koloriert von dem "Königlich-preußischen Feldmesser D. H. Ahmer". Angefertigt wurde die Karte als man in Letmathe und Genna den Bau einer Brücke über die Lenne plante, nachdem die ältere Brücke zerstört worden war. Auch die Karte zeigt viele Details, wie die Letmather Kirche, den "Brückenhof, jetzo aber Rötgershof" in Genna, das damalige Straßensystem und einen Grenzstein "im Haart". Besonders spannend ist die Geschichte der Karte. Erst vor einigen Jahren wurde sie in Berlin wieder entdeckt. Über einen ehemaligen Bundesfreiwilligen des Stadtarchivs Iserlohn fand sie den Weg zurück in die Obhut des Stadtarchivs. "Es dürfte sich um eine der ältesten topografischen Karten von Letmathe und Genna handeln", meint Stadtarchivar Quaschny.

Jochen Köhnke freut sich über die Nachdrucke und hofft zusammen mit Rico Quaschny, dass viele Iserlohner die Fotografie oder die Landkarte erwerben, um sich ein Stück Iserlohner Geschichte ins Wohnzimmer zu holen oder als besonderes Geschenk zu überreichen. Je nach Nachfrage sollen zukünftig weitere "Archivschätze" reproduziert werden.

Die Nachdrucke sind zum Preis von vier Euro (Iserlohner Fotografie) und fünf Euro (Karte von Letmathe) in der Stadtinformation im Stadtbahnhof, Bahnhofsplatz 2, sowie im Stadtarchiv in der "Alten Post", Theodor-Heuss-Ring 5, erhältlich.

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