In der Dechenhöhle_90Seit Freitagmorgen hat eine Firma in Lüdenscheid keinen Zugriff mehr auf ihre Computer. Einige Rechner reagieren gar nicht mehr.
Daten auf dem Server: Codiert. Sicherungen: Gelöscht.
Stattdessen poppte ein Fenster mit einem englischen Text auf: Für die Wiederherstellung solle sich die Firma an eine E-Mail-Adresse wenden. Was dann passiert, dürfte klar sein: Ein Unbekannter fordert eine hohe Summe an Bitcoins, um die Daten wieder zugänglich zu machen - was dann allerdings nicht immer funktioniert.
Diese Art von Erpressern lauern immer noch im Netz. Eine Ransomware (auch Erpressungs-, Krypto- oder Verschlüsselungstrojaner genannt) frisst sich durch alle Festplatten und verschlüsselt Daten. Sie sind dann nicht mehr nutzbar. So hat bereits manches Unternehmen seine Kundenkartei, Steuerdaten, Buchungsvorgänge etc. verloren. Die gute Nachricht:
Inzwischen gibt es gute Entschlüsselungssoftware. Die Webseite www.NoMoreRansom.org wird von Europol-EC3 in Zusammenarbeit mit behördlichen und privatwirtschaftlichen Partnern betrieben.

Aber Vorbeugen ist besser als Nachsorgen. Deshalb empfiehlt die Polizei:

Regelmäßig Backups anlegen!

Software aktuell halten

Insbesondere die Anti-Viren-Software auf aktuellem Stand halten.

Vorsicht beim Öffnen unaufgefordert zugesandter Dokumente. Ein beliebter Trick sind Bewerbungsschreiben. Der Doppelklick öffnet dann kein pdf-Dokument, sondern startet die Ransomware. Dann hilft nur noch: Sofort alle Stecker ziehen, bevor diese auch auf andere Rechner im Netzwerk zugreift.

Keinesfalls Geld zahlen, sondern Anzeige erstatten!

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