Plettenberg - In den sozialen Medien wird zurzeit ein Video verbreitet. Es zeigt einen Auszug aus der Kontrollsituation. Der Polizei wird vorgeworfen, unangemessen vorgegangen zu sein.
Die Polizei nimmt die Kritik ernst und ist an einer sachlichen Aufklärung des Vorfalls interessiert. Das Video zeigt nur eine kurze Sequenz und bildet nicht den Gesamtsachverhalt ab. Dennoch wurde das Video zur strafrechtlichen Prüfung der Staatsanwaltschaft Hagen übersandt. Zur Wahrung der Neutralität wird das Gesamtverfahren an die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Hagen abgegeben.
Das Video wurde durch einen Beifahrer gefertigt. Das Smartphone des 23-jährigen Plettenbergers wurde beschlagnahmt. Die Beschlagnahme wird richterlich geprüft. Ein Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz sowie Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes wurde eingeleitet.
Ausgangsmeldung der Polizei:
Am Dienstagnachmittag eskalierte eine Verkehrskontrolle auf der Lehmkuhler Straße in Plettenberg. Eine Polizeistreife wollte einen verdächtigen Wagen anhalten. Der 23-jährige Fahrer ignorierte sämtliche Anhaltezeichen des hinter ihm fahrenden Polizei-Fahrzeugs.

Auf der Grünestraße entsorgten die Insassen eine Substanz aus dem Fenster. Erst "Unterm Grünen Berg" konnten die Beamten den Wagen überholen und blockieren. Drei der fünf Insassen im Alter zwischen 21 und 25 Jahren stiegen sofort aus. Einer der Männer wollte türmen, konnte aber gestoppt werden. Zwei Männer verhielten sich äußerst aggressiv und weigerten sich, ihre Ausweise vorzuzeigen. Ein 21-jähriger Plettenberger kam immer drohend auf die Beamten zu. Auf durch den Einsatz von Pfefferspray ließ er sich nicht wirklich aufhalten. Er beschimpfte die Polizeibeamten und drohte ihnen.

Erst, als Verstärkung eingetroffen war, ließen sich die Männer unter Kontrolle bringen. Drei der fünf Fahrzeuginsassen zeigten deutliche Hinweise auf Drogenkonsum. Die Polizei durchsuchte das Fahrzeug und stellte Utensilien sicher, die zum Konsum von Marihuana genutzt werden können. Außerdem stellten die Beamten ein Mobiltelefon sicher, mit denen einer der Pkw-Insassen den Einsatz gefilmt hatte.

Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Gefährdung des Straßenverkehrs. Außerdem schrieben die Beamten Anzeigen, weil der Fahrer die Anhaltesignale ignorierte und wegen der Weiterverbreitung von Filmaufnahmen.

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