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Frosch - Foto: Peter HölterhoffIserlohn. Mit steigenden, frühlingshaften Temperaturen setzt auch die alljährliche Wanderung der Kröten wieder ein. Bei hoher Luftfeuchtigkeit bzw. Niederschlägen und Temperaturen auch nachts von über 5° C machen sich bereits die ersten in Richtung ihrer Laichgewässer auf den Weg.
Die heimischen Amphibienarten, zu denen unter anderem Frösche, Kröten, Molche und Salamander gehören, sind heute fast alle vom Aussterben bedroht und gehören zu den nach Artenschutzverordnung geschützten Tierarten. Daher dürfen Laich, Kaulquappen oder erwachsene Tiere nicht gestört, dem Gewässer entnommen, verletzt oder getötet werden.

In Iserlohn sind viele Laichgewässer von den Landlebensräumen durch Straßen getrennt, die dann von den Tieren überquert werden müssen. Meist geschieht dies mit Einbruch der Dunkelheit bis zur Morgendämmerung.
Von der Amphibienwanderung häufig betroffene Bereiche sind unter anderem folgende Straßen:

Seilerseestraße bzw. Seeuferstraße und Seilerwaldstraße Dullrodt / Abbabach Griesenbraucker Straße (ab Seilersee bis Kreuzung Landhauser Str.) Grüner Talstraße (freie Strecke oberhalb Dannenhöfer bis Dahlsen) Hellweg (zwischen Autobahnbrücke und Möbelhaus) Helmke (gegenüber Kupferbergstraße) Hemberg (zwischen Nickelstraße und Schulzentrum Hemberg) Kuhloweg Leckingser Straße (zwischen Iserlohner Heide und Leckingsen) Schirrnbergstraße (im Bereich der beidseitig liegenden Teiche und des langgestreckten Siepens) Stenglingser Weg

An diesen Stellen werden im Laufe der kommenden Woche wieder besondere Warnschilder, die auf wandernde Kröten aufmerksam machen, aufgestellt. Die städtische Abteilung Umwelt- und Klimaschutz bittet alle Autofahrer, in den kommenden Wochen ver­stärkt Rücksicht auf wandernde Amphibien, insbesondere Kröten, zu nehmen und nach Möglichkeit die betroffenen Straßenabschnitte zu meiden oder dort besonders vorsichtig und langsam zu fahren. Erhöhte Aufmerksamkeit ist zudem erforderlich wegen möglicher Helfer, die die Tiere aufnehmen und über die Straße tragen.
Sollten Amphibienwanderungen in anderen als den genannten Bereichen des Iserlohner Stadtgebiets auffallen, so können diese gern telefonisch oder per Mail mitgeteilt werden.
Meldungen von Interessierten, die sich ehrenamtlich im Amphibienschutz engagieren wollen, sind ebenfalls sehr erwünscht. Für den Bereich Seilerseestraße / Seeuferstraße / Seilerwaldstraße sowie Hellweg sind bereits Helfer aktiv, für die übrigen genannten Gebiete wären weitere Amphibienschützer sehr willkommen. Fachliche Unterstützung können Neuhelfer durch den NaBu Märkischer Kreis erhalten.
Ansprechpartnerinnen sind im Iserlohner Rathaus Patricia White bei der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz, Telefon 02371 / 217- 2946

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