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Die Jugendlichen des KiJuRates sammelten bei ihrem „Trashbuster“-Einsatz jede Menge Müll am Lägerbach.Mitglieder des Kinder- und Jugendrates als „Trashbusters“ im Einsatz gegen Plastikmüll

Iserlohn. Mitglieder des Kinder- und Jugendrates (KiJuRat) trafen sich kürzlich zu einem Wochenend-Einsatz an der Freizeitanlage In der Läger, wo sie - ausgerüstet mit Handschuhen, Müllzangen und -tüten - das Gelände rund um den Lägerbach von Unrat befreiten.
Die Müllsammlung fand im Rahmen der "Trashbuster H2O"-Aktion der Naturschutzjugend (NAJU) statt, bei der Jugendliche im Alter zwischen 6 und 27 Jahren aufgerufen sind, sich gegen die Verschmutzung von Gewässern durch Plastikmüll zu engagieren.
Bild: Die Jugendlichen des KiJuRates sammelten bei ihrem „Trashbuster“-Einsatz jede Menge Müll am Lägerbach. Foto: Stadt Iserlohn
Dazu die NAJU: "Etwa siebzig Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt, der allergrößte Teil der Wassermassen befindet sich in unseren Weltmeeren. Umso erschreckender ist es, dass mehr als zehn Millionen Tonnen Müll jedes Jahr in die Ozeane gelangen, etwa 75 Prozent davon aus Plastik. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen haben mindestens fünf große Müllstrudel entdeckt, in denen der Plastikmüll teilweise eine Fläche einnimmt, die so groß ist wie Deutschland, Österreich und Schweden zusammen. Zwischen Kalifornien und Hawaii treibt sechs Mal mehr Plastikmüll als Plankton im Meer. Das hat schon jetzt sichtbare und in Zukunft unvorhersehbare Auswirkungen auf Ökosysteme und auf die Lebensqualität der Menschen."

Bei ihrer Aktion am Lägerbach sammelten Sophie, Carina, Rebecca, Nilüfer, Scherin, Greta, Johanna, Imran, Nancy, Mahmoud, Miguel und Mohammed unter anderem Autoteile, Wäschereste, Plastikmüll, Reste von Stühlen und Glasflaschen ein. Innenhalb einer Stunde kamen sechs große Müllsäcke zusammen. Entsetzt berichtete KiJuRats-Mitglied Johanna anschließend von einem Anwohner, der ihnen erzählte, dass er regelmäßig mit seinen Kindern das Lägerbachtal von Müll befreie. Die Jugendlichen fragten sich, wie das Gelände wohl ohne diese Reinigungsaktion des Bewohners aussehen würde und Nancy ergänzte, dass sie alle nicht vermutet hätten, dass so viel Müll in der Landschaft liegen würde: "Erst wenn man darauf achtet, fällt einem das so richtig auf."

Die Iserlohner Jugendlichen waren sich schnell einig: Für "Trashbusters" gibt es jede Menge zu tun. Auch in Iserlohn gilt es, Seen und Fließgewässer zu reinigen und wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten. Und so planten die KiJuRats-Mitglieder beim abschließenden Grillen in der Freizeitanlage In der Läger bereits ihren nächsten Einsatz: Im kommenden Frühjahr wollen sie eine weitere Müllsammlung starten und dazu auch Vereine und Verbände einladen, sich zu beteiligen.

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