Andreas Schnippering, Leiter der Abteilung Integrationsfachdienst am Klinikum LüdenscheidEndlich wieder gesund - Hilfe bei der Rückkehr in den Beruf Dienstags in den Märkischen Kliniken - Vortrag zur Gesundheit

Lüdenscheid. Was macht eine Wiedereingliederung in den Beruf heutzutage schwieriger als früher? Wie kann eine Wiedereingliederung erfolgreich gelingen? Und welche Stellen gibt es, an die sich sowohl Arbeitnehmer als auch Unternehmen für Unterstützung wenden können? Diese und viele weitere Fragen beantwortete am vergangenen Dienstag Andreas Schnippering, Leiter der Abteilung Integrationsfachdienst, kurz IFD, am Klinikum Lüdenscheid, im Rahmen seines Vortrags der Veranstaltungsreihe "Dienstags in den Märkischen Kliniken" zum Thema "Endlich wieder gesund - Rückkehr in den Beruf".
Bild: Andreas Schnippering, Leiter der Abteilung Integrationsfachdienst am Klinikum Lüdenscheid , Foto: Märkische Gesundheitsholding GmbH & Co. KG

"Viele Menschen, die nach einer längeren Erkrankung wieder in den Beruf zurückkehren, haben Angst, auf sich selbst gestellt zu sein", erklärte Andreas Schnippering zu Beginn seines Vortrags. Dass dies jedoch nicht so sein muss und es viele Hilfestellungen bei der Wiedereingliederung gibt, machte der Experte im Verlauf des Abends deutlich. So erläuterte Schnippering, dass generell zwei Modelle der Wiedereingliederung in der Praxis zum Einsatz kommen - die stufenweise Wiedereingliederung und das Betriebliche Eingliederungsmanagement, kurz BEM. Während der Arbeitnehmer bei ersterem Modell mit einem geringen Arbeitspensum - von beispielsweise zwei Stunden pro Tag - beginnt und dieses dann über einen Zeitraum von sechs Wochen bis sechs Monaten stufenweise wieder aufstockt, ist das BEM für alle Beschäftigten relevant, die länger als sechs Wochen innerhalb eines Jahres erkrankt sind. Hierbei vereinbaren der Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam Ziele für die Wiedereingliederung und sprechen zum Beispiel über Hilfen am Arbeitsplatz, die für den Wiedereinstieg des Beschäftigten benötigt werden.
Als wichtige Anlaufstellen für Menschen, die von dem Thema Wiedereingliederung betroffen sind oder aufgrund einer (schweren) Behinderung Unterstützung benötigen, stellte Andreas Schnippering neben dem LWL-Inklusionsamt Arbeit des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und den Trägern der beruflichen Rehabilitation, die zum Beispiel für Umschulungen oder zusätzliche Qualifizierungen herangezogen werden, selbstverständlich auch die Arbeit des Integrationsfachdienstes vor. Hier unterstützt er gemeinsam mit dreizehn weiteren Kolleginnen und Kollegen für den Märkischen Kreis ebenfalls Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung bei Fragen und Problem rund um das Thema Wiedereingliederung sowie generell bei Problemen am Arbeitsplatz und der Suche und Vermittlung einer Arbeitsstelle. "Im Hinblick auf den Bereich der Wiedereingliederung unterstützen wir zum Beispiel Beschäftigte beim BEM-Verfahren oder schauen, welcher Träger welche Leistungen zur Wiedereingliederung erbringen kann", so Schnippering.

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