Plakataktion von Jugendamt und Kinderlobby„Sprechen Sie mit Ihrem Kind“ – Jugendamt und Kinderlobby stellten Plakataktion zur Smartphone-Nutzung vor

Iserlohn. Zehn Jahre Smartphone – kaum eine andere technische Errungenschaft hat so sehr den Alltag beeinflusst wie das Handy. Das Kommunikationsverhalten hat sich dramatisch verändert – Smartphones sind allgegenwärtig, sind aus dem Alltagsbild kaum mehr weg zu denken.I
n Alltagssituationen, beim Einkaufen und auf den Straßen sieht man häufig Eltern, die ihr Handy nutzen, statt mit ihren Kindern zu kommunizieren. Die Kinder werden nicht beachtet. Sie bekommen keine Aufmerksamkeit, kaum eine Reaktion auf Versuche, Kontakt zu ihren Eltern aufzunehmen.
Bild: Plakataktion von Jugendamt und Kinderlobby. Foto: Stadt Iserlohn

Kinder sind neugierig, an ihrer Umwelt interessiert, müssen aber all die Eindrücke allein verarbeiten - ohne liebevolle Zuwendung, die Schutz und Geborgenheit bedeuten. Sie werden mit der Reizüberflutung allein gelassen. Gerade in den ersten Jahren brauchen Kinder den engen Kontakt zu ihren Eltern, sie benötigen den direkten, intensiven Austausch – Blickkontakt und ungeteilte Aufmerksamkeit. Der Bindungsaufbau für die Eltern-Kind-Beziehung wird durch diesen Mangel an aktivem Miteinander gestört.
Neben der Aufmerksamkeit für die Kinder geht es auch um die Vorbildfunktion der Eltern. Für Kinder, deren Eltern ständig mit dem Handy beschäftigt sind, wird das Online-Sein ebenfalls ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens.

Das Jugendamt der Stadt Iserlohn und der Verein Kinderlobby starteten daher gestern (20. Februar) eine Plakataktion unter dem Titel "Sprechen Sie mit Ihrem Kind", mit der sie Eltern bei ihrer Smartphone-Nutzung einen Spiegel vorhalten und sie dazu aufrufen möchten, ihr Medienverhalten zu reflektieren. Durch die Plakate soll ins Bewusstsein rücken, dass durch eine Dauerpräsenz von Medien im Alltag Eltern leicht das Bedürfnis ihrer Kinder nach Zuwendung und Aufmerksamkeit aus den Augen verlieren.

Die Plakate werden in Arztpraxen, Kitas, Familienzentren und im Rathaus ausgehängt.

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