Gesundheit und Medizin

Bild / Foto: Bayerische LandesärztekammerDer 78. Bayerische Ärztetag (BÄT) fasste am ersten Tag der Arbeitssitzung in München unter anderem Beschlüsse zu Gesundheits-Apps.
Patientensicherheit Gesundheits-Apps
Das Ärzteparlament forderte den Gesetzgeber auf, keine gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, die es gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen ermögliche, Gesundheits-Apps zu verordnen. Für die Entwicklung von Apps und Telemedizin dürften keine Versichertengelder im Vorwegabzug im alleinigen Ermessen der Krankenkassen bzw. Versicherungen und ohne Einbeziehung ärztlichen Sachverstands eingesetzt werden. Die Innovationsführerschaft und Versorgungsverantwortung in der digitalen Versorgung dürfe nicht einzig und allein den Kostenträgern übertragen werden.
Bild/Foto: Bayerische Landesärztekammer
Quelle: Bayerische Landesärztekammer

Pilz, Peter HölterhoffPilzbericht des Bundesamts für Strahlenschutz informiert über radioaktive Belastung

Mehr als 33 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind einige Wildpilze in Teilen Bayerns immer noch mit radioaktivem Cäsium belastet. Das belegen Messergebnisse, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlicht hat. Laut dem Bericht liegt die Belastung bestimmter Pilzarten bei bis zu 2.400 Becquerel pro Kilogramm Frischmasse. Wie hoch die Belastung mit Cäsium-137 ist, schwankt sehr stark je nach Pilzart und von Standort zu Standort.

Obst auf Rädern: Mobile Saftpresse in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf

Iserlohn. Am Donnerstag, 10. Oktober, besteht von 8 bis 17 Uhr wieder die Möglichkeit, in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf (Baarstraße 220 - 226) die eigenen, unbehandelten Äpfel zu Apfelsaft pressen zu lassen. Die mobile Obstpresse wird dazu auf dem Dorfplatz in Aktion sein.

Die angelieferten Äpfel (Kisten und Säcke bitte nur bis maximal 25 kg befüllen) werden nach dem Sortieren und Reinigen zu einer Maische zerklei­nert und anschließend gepresst. Im Pasteurisator wird der fri­sche Saft auf etwa achtzig Grad erhitzt und direkt keimfrei in "Bag-in-Box"-Packungen zu je fünf Liter abgefüllt. Er ist dadurch ohne Zusätze länger als ein Jahr haltbar, angebro­chen immer noch mindestens zwei Wochen.

Anonymisiertes Zentralregister für Aufklärung, jetzt! Contergannetzwerk schockiert - Protest gegen Untätigkeit mit Online-Petition:

Aus Anlass, dass sowohl in Frankreich, als auch in Deutschland immer mehr Babys ohne Händchen geboren werden, verlangt der bundesweit tätige Verein Contergannetzwerk Deutschland e.V. mit seiner Online-Petition (siehe unten), dass endlich Vorkehrungen getroffen werden, um Ursachen für solche Schädigungen möglichst schnell herauszufinden, so dass diese frühestmöglichst abgestellt werden können.

Quellenangabe: Wildtierschutz Deutschland und das Aktionsbündnis Fuchs, ein Zusammenschluss von über 60 Tier- und Naturschutzorganisationen, weisen anlässlich des Welt-Tollwuttages am 28. September darauf hin, dass bereits seit vielen Jahren keine Tollwutgefahr mehr von Füchsen in Deutschland ausgeht.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit pro Jahr immer noch über 50.000 Menschen an der hauptsächlich durch Hundebisse übertragenen Tollwut. Deutschland, seine Nachbarn im Westen und im Süden, die iberische Halbinsel, Irland, Großbritannien und die skandinavischen Länder gelten allerdings seit vielen Jahren als "tollwutfrei" (frei von terrestrischer Tollwut).
Bild: "obs/Wildtierschutz Deutschland e.V./Timo Litters"

Bild UW/HTeddybär-Krankenhaus nimmt Kindern die Angst vor Arzt/Ärztin und Rettungsdienst
Studierende der Uni Witten/Herdecke behandeln am 17. Oktober erkrankte Plüsch- und Kuscheltiere

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) eröffnet am 17. Oktober ab 8:30 Uhr ein Teddybär-Krankenhaus. 45 Wittener Kindergärten wurden eingeladen, so dass rund 250 Kinder ihre Kuscheltiere und Puppenkinder ambulant ärztlich versorgen lassen können. Mehr als 40 Studierende der Humanmedizin der UW/H stehen bereit, um gebrochene Arme oder verstimmte Mägen der Patienten zu kurieren. „Wir möchten den Kindern spielerisch die Angst vor dem Gesundheitswesen nehmen. Obwohl Ärzte und Ärztinnen manchmal Mundschutz tragen oder sogar einen Zugang legen müssen, was natürlich für die kleinen Patientinnen und Patienten angsteinflößend sein kann, sind wir immer noch Menschen, die helfen möchten“, erklärt Charlotte von Plessen den Sinn des Teddybär-Krankenhauses für das studentische Organisationsteam.
Bild: UW/H

Im Placenta-Labor wird die hormonelle Zusammensetzung von Plazenten untersucht.  Anna Schroll/UKJForscherinnen am Universitätsklinikum Jena beschäftigen sich mit wissenschaftlichen Effekten des Plazentaverzehrs

Wenn Frauen nach einer Geburt vom Mutterkuchen essen, soll das die Milchproduktion ankurbeln, gegen Wochenbett-Depressionen helfen und dafür sorgen, dass Mütter schneller wieder fit werden. Das jedenfalls vermitteln Lifestyle-Magazine und einschlägige Internetforen. Plazenta roh, getrocknet, als Smoothie oder in Globuli – nicht nur in esoterischen Kreisen findet das Anhängerinnen. Doch was ist dran an diesen Mythen? Auch am Universitätsklinikum Jena wenden sich Schwangere mit solchen Fragen an Ärzte und Hebammen.
Bild: Im Placenta-Labor wird die hormonelle Zusammensetzung von Plazenten untersucht. Anna Schroll/UKJ
Das Problem: „Alles was im Umlauf ist, ist wissenschaftlich nicht belegt“,

Dr. Thomas Kapellen - Stefan Straube / UKLPilotstudie mit UKL-Beteiligung: Künstliche Bauchspeicheldrüse für Kleinkinder mit Typ 1-Diabetes erfolgreich getestet
Das EU-finanzierte Projekt „KidsAP“ (The artificial pancreas in children aged 1 to 7 years with type 1 diabetes) arbeitet daran, mit einer künstlichen Bauchspeicheldrüse die Behandlung von Typ-1-Diabetes bei Kindern zwischen einem und sieben Jahren grundlegend zu verändern. Beteiligt an einer erfolgreich abgeschlossenen internationalen Pilotstudie war auch das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) mit Dr. Thomas Kapellen, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin und Leiter der Kinderarztpraxis im MedVZ des UKL.
Bild: Von „Closed-loop“, einer Art künstlicher Bauchspeicheldrüse, verspricht sich Dr. Thomas Kapellen eine Menge. Der Oberarzt an der UKL-Kinderklinik betreut 400 Kinder und Jugendliche mit Diabetes. Stefan Straube / UKL

institutionlogo22480E-Autos, Smartphones und Co. – Welche Geräte stören Funktionen von Herzschrittmachern und implantierten Defibrillatoren?
Können elektromagnetische Felder, die durch Geräte in unserem privaten und beruflichen Alltag entstehen, Herzrhythmusimplantate wie Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren stören? Und wie gefährlich sind diese Einflüsse? Diese Fragen stellen Herzpatienten sich und ihren Ärzten häufig. Eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) fasst die aktuelle Studienlage zu dem Thema zusammen und spricht Empfehlungen für den Umgang mit unterschiedlichen elektronischen Geräten aus.

Biertrinker Foto: Peter G.A. HölterhoffHygienischer Bierverschluss dank Fraunhofer-Technologie
UV-Licht macht Keime im Trinkwasser unschädlich. Bislang erfolgt die Desinfektion mit Quecksilberlampen, die UV-Strahlen erzeugen. Doch Quecksilber ist ein gesundheitsschädliches Schwermetall und belastet die Umwelt. Fraunhofer-Forscherinnen und -Forscher setzen auf eine umweltfreundliche und effizientere Alternative: Sie zerstören die DNA der Bakterien mit UV-LEDs. Die Technologie eignet sich auch zur Desinfektion von Brauwasser und im Abfüllprozess von Deckeln für Bier, Erfrischungsgetränke und Mineralwasser.

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