BildeinblendungMo 13.11.17
„Rotes Viertel“ - „Schwarzes Tor“

Marion hat den heutigen Tag gut durchgeplant. Wir wollen noch einiges sehen, bevor wir morgen wieder heimwärts müssen. Was sagt uns das? Richtig: meine armen Füße. Regendicht eigepackt, versuchen wir heute möglichst viele Sehenswürdigkeiten auf unserem Weg zum „Schwarzen Tor“, besser bekannt als Porta Nigra, zu tangieren. Dazu schwenken wir diesmal rechts ums Hotel herum und können sofort die „Alte Römerbrücke“ betrachten. Die Karl-Marxstraße überrascht uns mit Nachtlokalen und Shops der besonderen Art. Da haben wir das Rotlichtviertel mit Bars und Bordellen erwischt, das sich zwischen Johanniterufer und Feldstraße erstreckt.

Wir stufen es einfach als Sehenswürdigkeit ein. Sehen wollen wir aber das Geburtshaus von Karl Marx. Die Marxstraße geht in die Brückenstraße über ohne dass wir das Marxhaus gesehen hätten. Das finden wir dann unlogischer Weise in der Brückenstraße 10. Karl Marx kam hier am 5. Mai 1818 zur Welt.
BildeinblendungDie Karl-Marx bzw. die Brückenstraße kann mit weiteren hübschen Häusern und Fassaden punkten. Zum Beispiel gibt es das Haus Venedig und das Haus „Im Herrgottchen“. Auch der Heuschreckenbrunnen liegt auf unserem Weg. Im mittleren Teil des Brunnens stehen fünf Trierer Originale: der lange Koorscht, der kleine Kneisjen, Fischers Maathes , das schmalen Wichshänschen und Krons Ton mit seiner Lederschürze. Kurz darauf erreichen wir den Kornmarkt mit einem der schönsten Rokokobrunnen Deutschlands, dem Sankt Georgsbrunnen. Ich finde allerdings den Martbrunnen auf dem Hauptmarkt viel schöner. Er stammt von1595 und zeigt den Hl. Petrus, Schutzpatron sowohl des Doms als auch der Stadt, in luftiger Höhe. Weiter unten finden sich die vier Kardinaltugenden des guten Stadtregiments, Gerechtigkeit, Stärke, Mäßigkeit und Klugheit.
Noch beschweren sich meine Füße nicht und in nicht mehr weiter Ferne kann ich schon die Porta Nigra sehen. Vorher erreichen wir aber noch das prunkvolle Dreikönigshaus. Es wurde um 1230 als Wohnturm errichtet und hieß ursprünglich „Zum Säulchen“. Der Haupteingang lag im 1. Obergeschoss und konnte nur über eine Zugtreppe erreicht werden. Mal eben vor die Tür gehen konnte da leicht mit Beinbruch einhergehen. Solche Wohnhäuser waren also wehrhafte Wohntürme.
Endlich erreichen wir unser vorläufiges Ziel, das „Schwarze Tor“, das auf Latein Porta Nigra heißt und das ehemalige römische Stadttor und jetzt Wahrzeichen der Stadt Trier ist.
Meine armen Füße.