06 Die Grotte
04.10.13

St Wendel_2Nach der lustigen Turmbesteigung stellt sich bei uns Hunger ein. Wir werden diesen im Wendelinushof stillen. Der Hof liegt am Rand von St. Wendel und ist ein historischer landwirtschaftlicher Betrieb, der behinderte Menschen beschäftigt. Der Hof hat das Ziel, Arbeitsplätze für 100 behinderte Menschen zu schaffen – 90 Plätze sind es bisher.

Zum Hof gehört ein preiswertes Restaurant mit eigener Schlachtung. Da uns die Sonne verwöhnt, nehmen wir im Biergarten Platz.

Ich gebe es mir mit dem Bratwurstteller hübsch deftig. Auf dem riesigen Hof wird fleißig gearbeitet. Bänke und Tische werden aufgebaut, Heuballen verteilt. Ein hübsch dekorierter Leiterwagen steht – noch einsam – am Rand.

Am Wochenende findet auf dem Wendelinushof das große Erntedankfest statt. Leider bin ich dann schon wieder auf dem Heimweg.


Entdeckertipp:

WZB gGmbH
Wendelinushof
66606 St. Wendel

www.wendelinushof.de

Marion hat noch eine Überraschung parat, sie will mir die Lourdes-Grotte zeigen. Glaubt mein Schatz tatsächlich, dass ich jetzt noch nach Südfrankreich fahre, um mir die Höhle von Massabielle anzusehen? Marion verdreht mal wieder ihre hübschen Augen und meint, die Grotte wäre nur ein paar Meter weiter. Natürlich ist die Grotte eine Nachbildung der Höhle und die Nachbildungen werden Lourdesgrotten genannt. Von diesen Nachbildungen gibt es allein in Deutschland eine stattliche Anzahl und eine davon befindet sich hier im Wald.

Grotte_1Da St. Wendel eine Pilgerstätte ist und Lourdesgrotten meist an Pilgerwegen liegen, ist es nicht verwunderlich hier, bei den Steyler Missionaren eine solche Gebetsstätte vorzufinden.


Am Waldweg, nur ein paar Meter vom Wendelinushof entfernt, finden wir tatsächlich die kleine Grotte. Ein „Ave Maria“ aus Buchsbäumchen empfängt uns. Von oben schaut eine Marienfigur zu uns herab. Brennende Kerzen zeugen vom Glauben der einheimischen Bevölkerung, von Wünschen, Träumen, Hoffnungen.