05 Schaumberg
04.10.13

Schaumberg_1Ein neuer Tag begrüßt uns. Wir erledigen noch ein paar Kleinigkeiten und begeben uns dann auf Bergtour. In Richtung Tholey befindet sich der Hausberg des Saarlandes, der Schaumberg. Das kleine Städtchen Tholey durchfahren wir nur um den 569 Meter hohen Schaumberg zu erreichen. Am Parkplatz mit dem Bücherbaum stellen wir unsern Kia ab. Von hier aus können wir einen 2,8 Kilometer Rundgang starten. Der Weg nennt sich Herzweg und führt durch wunderschöner Natur und bietet weite Aussichten in die Umgebung. Der Weg ist barrierefrei. Immer wieder finden wir Skulpturen am Wegesrand.

>>>>Hier könnt ihr den Flyer über die Skulpturen als PDF-Datei ansehen<<<<

Schaumberg_3Ein Blick in die Afrikakapelle darf natürlich nicht fehlen.

Der Zitattext wurde mit freundlicher Erlaubnis übernommen.
Auszug aus der Website der Benediktinerabtei St. Mauritius:
http://www.abtei-tholey.de/geschichte_afrikakapelle.html

Zitat

Am Nordhang des Schaumberges steht die zu unserer Abtei gehörende und weit über das Saarland hinaus bekannte Afrika-Kapelle, eine Kapelle mit einer ungewöhnlichen, aber dennoch interessanten Geschichte. Die ersten Gedanken reichen zurück bis in den zweiten Weltkrieg: Afrikakämpfer und Kameraden, die in Frankreich unter den Alliierten in Kriegsgefangenschaft waren, wurden in den Süden Marokkos, in das Gefangenenlager Ram-Ram, verlegt. In dem Lager waren 4.000 Insassen. Die Verhältnisse in einem solchen Lager kann sich sicherlich jeder vorstellen. Die Gefangenen fanden Halt und Hoffnung im Glauben. In der Mitte des Lagers stand eine Baracke, die diese Männer als Gotteshaus genutzt hatten. Nach und nach stellten sie die Einrichtung „ihres“ Gotteshauses her. So fertigte ein Wiener z. B. ein Altarkreuz, ein anderer modellierte ein Bild der Schmerzhaften Mutter Gottes, eben diese Pieta, die heute in der Afrika-Kapelle steht. Vor dieser Statue der Schmerzensmutter knieten die Männer, suchten und fanden Trost. Schließlich legten sie das Gelöbnis ab, ihr eine Kapelle zu bauen, wenn sie glücklich nach Hause kämen. Nach Auflösung des Lagers Ende 1948 brachten einige dieser Männer die Pieta unter großen Strapazen nach Tholey, zunächst in unsere Abtei.

Nachdem ein geeigneter Platz gefunden wurde und die Finanzierung durch Spenden gesichert war, konnte dann 1957 endlich mit dem Bau der Kapelle begonnen werden. Bei ihrer Benediktion, also der Einsegnung, am 14. September 1958 durch den Abt Dr. Petrus Borne erhielt sie das Patrozinium „Zu den Sieben Schmerzen unserer lieben Frau von Afrika“.
Zitatende

Schaumberg_6An einer Weggabelung probiert Marion einen Energieplatz aus. Auf einer Bank sitzend soll sie hier mit Erdenergie versorgt werden. Okay, dann setze ich mich auch mal auf die Bank. Ein Hinweis warnt davor, zu lange hier zu verweilen. Wahrscheinlich hebt man sonst ab *lol

Mit frischer Energie versorgt, erklimmen wir das Schaumbergplateau. Hier erwartet uns der Schaumbergturm. Der alte Turm wurde 1972 abgerissen und der neue Turm 1976 eingeweiht. 36 Meter ragt das Türmchen in den Saarländischen Himmel.

Was heißt das für den lieben Peter? Richtig, viele kleine Treppen hinauf.

So zahle ich meinen Obolus und bewege mich tapfer die außen angebrachten, stählernen Treppen hinauf Treppchen für Treppchen, da freuen sich die Beinmuskeln.

Schaumberg_17Nach sieben Stockwerken stelle ich fest, dass ich auch mit dem Aufzug, den ich jetzt entdecke, hätte fahren können, - ich Idiot.

Der Turm ist erst vor Kurzem umgebaut worden und besitzt jetzt einen Aufzug. Er ist damit barrierefrei. Wie nett. Von Etage 7 bis 11 geht’s dann mit dem Fahrstuhl Nummer 2 weiter auf die obere Aussichtsplattform Ein toller Ausblick entlohnt mich für den kleinen Muskelkater.