04 Luxemburg
03.10.13

Luxemburg_12An der Schleife der Saar entschließen wir uns, Mittagessen in Luxemburg zu uns zu nehmen.
Die Grenze ist relativ nah. Ohne Passkontrolle dürfen wir Eurobewohner die Grenze passieren und schon fahren wir auf Luxemburger Straßen.Unser Ziel ist Luxemburg in Luxemburg, also die Landeshauptstadt.
Luxemburg ist eines der kleinsten Länder in Europa und eigentlich ein Großherzogtum. Das kleine Ländchen leistet sich eine parlamentarische Monarchie. Es ist das letzte Großherzogtum dieser Welt und stinkreich.

Das durchschnittliche Einkommen ist über 2 mal so hoch wie im übrigen Europa. Ein reiches Reich, - deshalb ist es sehr teuer etwas Essen zu fassen. Das stellen wir später in der Stadt Luxemburg fest. Mit 100000 Einwohnern ist die Hauptstadt die größte Stadt des Großherzogtums.In diese Stadt wollen wir mit dem Auto einfallen. Ein Fehler, denn heute ist Feiertag in Deutschland und in Luxi nicht. Das bedeutet, dass halb Deutschland in Luxemburg einfällt. Bei dem Verkehr mache ich besser die Augen zu und fahre nach Gehör. *lol Alle Parkhäuser zeigen „Complete“ an. Mehrmals Luxemburg_1umkreisen wir die Innenstadt. Ich bin kurz davor wieder nach Deutschland zu fahren, als Marion in einer Seitenstraße einen freien Parkplatz entdeckt. Flutsch drin! Ich steige aus und kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Man hat mich schon erwartet. Auf einem Schild am Zaun gegenüber steht: „Petercam“ und hier ist er, Peter mit seiner Cam.

Jetzt heißt es, Beine schwingen und sich zurechtfinden. Na ja, für das Zurechtfinden habe ich ja meinen Schatz. Wir schreiten durch einen hübschen Park. Meine Zurechtfinderin spricht zwei nette ältere Damen an, - wegen des Zurechtfindens. Mit ihrem ein wenig eingerosteten Französisch fragt sie nach dem Weg zur Innenstadt. Wer unsere Reisen verfolgt und den Bericht aus Paris gelesen hat, weiß, dass ich des Sprechens in französischen Lauten nicht mächtig bin. Doch hier, im baumbestandenen Park, erlebe ich das Wunder der Rückführung der Babylonischen Sprachverwirrung – ich verstehe die Antwort der netten Dame. Mein Herzschlag erhöht sich und Glück durchflutet meinen Körper: Ich kann Französisch.

Und so lausche ich den Worten der netten Dame, die da sagt: „Sie kommen aus Deutschland? Dann sprechen sie ruhig deutsch.“ und ich verstehe sogar die Beschreibung zur Innenstadt.

Die Innenstadt erreichen wir dank der Beschreibung recht schnell. Ein großer Platz ist mit Tischen und Stühlen gefüllt und am Rand reihen sich Lokale und Restaurants. Als wir die Preise lesen, entschwindet unser Hunger oder besser, er reduziert sich auf ein belegtes Baguette. Die gesamte Luxemburg_20Stadt ist mit Menschen überfüllt. Wir quälen uns zur Kathedrale durch und besichtigen die Kathedrale. Notre Dame de Luxembourg ist die Bischofskirche des Bistums Luxemburg. Die spätgotische Kirche wurde um 1613 erbaut. Da Tobi nicht in die heiligen Hallen eintreten darf (obwohl ich mich immer wieder frage, warum Geschöpfe Gottes nicht in seine Tempel dürfen), werden Marion und ich getrennt die Besichtigung durchführen. Ich mache den Anfang und Fotos von der beeindruckenden Innenausstattung.

Der Altar steht im Chor, gekrönt mit der vergoldeten Figur der Mutter Gottes. An den Wänden finden sich prächtige Gobelins, die biblische Ereignisse zeigen.

Nach der Besichtigungstour wandern wir noch etwas durch die Stadt und fahren dann wieder Richtung Deutschland.