BildeinblendungNach Buchenwald brauchen wir etwas Abstand vom Lager und schauen uns Ettersburg oder besser Schloss und Park Ettersburg an. Schloss Ettersburg ist durch einen wieder freigelegten mittelalterlichen Jagdpfad, mit dem Lager Buchenwald verbunden. Die sogenannte Zeitschneise soll die Kontraste zwischen dem Schloss Ettersberg, als Zentrum der Kultur der Weimarer Klassik, und dem Grauen der Jahre 1937–1945 deutlich machen.
Uns lockt aber mehr die Aussicht auf Kuchen und darum schlendern wir zum Schloss. Für meine Begriffe ist es mehr ein Herrenhaus und dazu noch ziemlich klein. Der Park ist ebenfalls nicht groß, aber ganz hübsch. Als wir um die Ecke biegen, erhebt eine nicht kleine, dafür aber auch nicht hübsche Dogge ihren Kopf. Tobi geht schon mal in HABACHT Stellung. Upps. Das Herrchen macht aber, auf meine Bitte hin freundlich Platz mit seinem Großhund, sodass wir mit Tobi auf die Terrasse können. Preislich feudal dürfen wir dann Kuchen in uns schaufeln.
Der Bau des ersten Schlosses erfolgte 1706 auf den Grundmauern einer Klosteranlage. Herzogin Anna Amalia machte zwischen 1776 und 1782 die Ettersburg zu einem Zentrum der Weimarer Klassik um Johann Wolfgang von Goethe und Christoph Martin Wieland.
Um den Ort der Klassik zu verlassen, muss Herrchen mit Hund wieder Platz machen, also nicht auf den Boden legen, sondern zur Seite gehen, hihi. Der Grund dafür ist, dass das Übersteigen einer großen Dogge mit einem knurrenden Alphatierchen, genannt Tobi an der Leine, zu dem Verlust bestimmter Weichteile von Tobi und mir führen könnte.
Abends drängt uns der Hunger nach Weimar. Im Restaurant Shakespeares sind Gulasch mit Klößen im Angebot, die Peter sich nicht entgehen lässt. Nach dem Essen sollst du Laufen und natürlich setzen wir Marions Motto gleich in die Tat um und latschen bis etwa 20 Uhr in Weimar herum. Mit schmerzenden Füßen darf ich dann ins Bett fallen.