BildeinblendungDas Frühstück nehmen wir zusammen mit Bonita und Wolfgang ein. Für heute haben wir eine Kleinstadttour geplant. Mühlberg und Strehla sind für uns Neuland und deshalb einen Besuch wert. Mühlberg liegt im Grenzgebiet von Brandenburg zu Sachsen und gehört zu Brandenburg. Wir befahren die 690 Meter lange Elbbrücke um zum Städtchen zu gelangen. Eine Seitenstraße bietet uns einen Parkplatz. Wir schlendern zu einem kanalartigen Hafen. Es ist ein alter ausgebauter Elbearm. Unser Weg führt vorbei am Denkmal, das an die Elbeflut von 2002 erinnert. Mühlberg ist verschont geblieben und bedankt sich mit dem Gedenkstein.
Mein Blick bleibt an einer grünen Holzbank hängen. In gelben Lettern hat man das Wort Lügenbank darauf geschrieben. Es ist also eine Lügenbank. Eine Bank, die lügt? Oder lüge ich, wenn ich mich dort nieder lasse? Ich schreite ungelogen daran vorbei und betrete weite Wiesen. Fand hier die Schlacht bei Mühlberg am 24. April 1547 zwischen den katholischen Anhängern unter Kaiser Karl V. und dem protestantischen Schmalkaldischen Bund statt? Über diese Wiesen umgehen wir die Stadt und entlang an Hinterhöfen und Gärten, abgetrennt durch Zäune kommen wir ein paar hundert Meter weiter wieder auf die Straße. Jetzt spazieren wir durch die Stadt zurück. Ein paar hübsche Häuser gibt es zu sehen, ansonsten nichts Weltbewegendes.
Dann können wir ja nun nach Strehla fahren. Allerdings stellen wir fest, dass unser Navi mit Mühlberg nicht zurechtkommt. Wir kreisen tatsächlich in Mühlberg herum, bis Marion die Navigation übernimmt und uns hinaus auf die Bundesstraße führt.
Strehla, mittelalterlich und klein liegt in Sachsen. Wir überwinden daher wieder die Landesgrenze. Unser Weg führt uns direkt zur Burg Strehla. Teilweise ist sie recht hübsch hergerichtet, doch andere Teile machen einen verfallenen Eindruck.
Die Höhenburg liegt auf einem Hügel und wurde um 928 erbaut. Im 15. bis 16. Jahrhundert wurde die Burg als Schloss neu aufgebaut. In uns baut sich Hunger auf und deshalb verlassen wir Strehla, um ein anderes Rittergut aufzusuchen.