BildeinblendungDer Morgen lacht, auf zum Frühstücksbuffet. Eine gute und reichliche Auswahl wird uns und den anderen Gästen zur Verfügung gestellt. Sogar Fisch liegt tot, gerollt und sauer eingelegt in einer hübschen Schale zum Zugreifen bereit. Auch gekochte oder gerührte Eier sind zu finden. Kleine heiße Würstchen, Käse, Wurst und vieles mehr lächelt mich an. Nun ja, wer so schön lächelt wird mitgenommen. Satt.

Die Frühstückskalorien muss Marion natürlich gleich wieder loswerden. Also wandern wir wieder durch den Harz. Dieses Mal benutzen wir die Wildnis, weg vom Weg, durch das hohe Gras rüber auf die andere Seite. Marion geht mit Tobi voran, vorbei an den Schafen, die ich gestern mit meiner lieblichen Echostimme erfreut habe. Plötzlich durchdringt ein kreischender Hundeschrei die Luft und gleichzeitig macht Tobi ohne Anlauf einen dreifachen Rittberger. Unser Hund weiß jetzt, was ein Elektrozaun ist.

Peter kämpft sich durch das hohe Gras zum Weg auf der anderen Seite. Puh, angekommen. Nun können wir den finsteren Wald erforschen. Zuerst führt uns der Weg an einem Campingplatz vorbei. Waldcamping, auch nicht schlecht. Dann erreichen wir das Waldschlösschen, ein Café – Restaurant.

BildeinblendungRechts soll ein Weg zum Hotel abgehen. Super, da ist er. Übrigens findet hier am Waldschlösschen das traditionelle Finkenmanöver statt. Da wird nicht geschossen, sondern gesungen und zwar von Buchfinken. Der Wettstreit wird um den schönsten oder längsten Gesang geführt. Das Buchfinkensingen gibt es schon seit Jahrhunderten im Harz. Da es jährlich am Pfingstmontag stattfindet, müssen wir auf den Gesang der Buchfinken verzichten.
Marion schaut sich noch die eigenartigen Häuser an, die am Weg stehen. Es ist das Schullandheim. Ob es von den Ländern Thüringen, Niedersachen und Sachsen-Anhalt gemeinsam genutzt wird, wissen wir nicht. Aber wir sind in Benneckenstein im Dreiländereck. Wir gehen auch ums Eck und ab in den Wald. Kurz darauf erreichen wir die Kurt-Heyder-Schanze. Sie steht hier einsam mitten im Wald rum und darum wir gehen drum herum. Der Weg zum Hotel führt links an der Schanze vorbei. Anscheinend wurde er dieses Jahr noch nicht genutzt, geschweige denn gepflegt. Kniehohes Gras und Unkraut ziert den Weg, den wir mutig erkämpfen. Mit Vorsicht gehen wir eine Weile durch die Wildnis bergab. Wir können feststellen, dass langes Gras lebendig ist und sich gerne um die Füße wickelt, um sie festzuhalten. Endlich sehen wir durch die Bäume hindurch die Straße, die zum Hotel führt. Auch die Harzer Wildnis kann uns Entdecker nicht stoppen.

Am der Hoteleinfahrt muss sich Marion bücken, denn ein Motorrad fliegt über sie hinweg. Brumm. Na ja, natürlich fliegt das Gefährt nicht wirklich, sondern ist auf einem Pfahl in luftiger Höhe befestigt. Für das Foto stellen wir aber einen Angriff der Killerbikes dar. Der Pfahl wird später per digitaler Bild- Nachbearbeitung entfernt. Darum: Glaube nie, was du auf Fotos siehst.

BildeinblendungMachen wir es uns wieder auf der Terrasse des Harzhauses gemütlich. Nach einer kleinen flüssigen Stärkung, kramt Marion ihren Ebookreader raus und liest. Da kann ich ja auf Fotojagd gehen.
Hirsche mit Geweih am Kopf, Rehe ohne dergleichen, Schmetterlinge, Gartendeko, Blüten, Teich, Tobi und Marion werden Ziele der Jagd. Nachmittags wird dann die Umgebung, diesmal in die andere Richtung erforscht. Das Dorf beginnt etwa einen Kilometer entfernt. Allerdings geht es zum Stadtkern steil bergab. Da bergab meist auf dem Rückweg wieder bergauf bedeutet, verzichten wir auf die Stadtbesichtigung und begeben uns wieder in die Wiesen und Felder.
Unterwegs kommt uns dann auch der Abend entgegen, den wir mit zur Hotelterrasse nehmen. Hier lassen wir uns am Tisch nieder und uns das gut bestückte Buffet schmecken. Ein kleiner Aufruhr am Nachbartisch erregt unser Interesse. Der Grund ist ein großer, grüner Grashüpfer, der es sich auf dem Tisch gemütlich gemacht hat und fotografiert werden möchte. Da muss ich natürlich mitmachen. Auf zum Tisch und Canon zücken. Leider erwacht das Grüntier da aus seiner Fotomodelstarre und meint unscharf wäre auch schön. Darum gibt es nur ein etwas unscharfes Foto vom Grashüpfer

Noch einmal schwingen wir uns ins enge Kämmerlein. Morgen geht’s weiter nach Dröschkau ins Forsthaus.