So. 05.07.15
1) Die Blöcke des Wahnsinns

BildeinblendungEnorme Temperaturen ließen uns heute Nacht nur bedingt gut schlafen. Nach dem morgendlichen Hundespaziergang schmeckt das Frühstück besonders gut. Übrigens, das Frühstücksbuffet ist gut bestückt und unser Pärchen von gestern Abend langt auch wieder reichlich zu. Wir können nur staunen und wundern uns, wohin diese Essensmengen verschwinden.
Marion hat die Tourenplanung für heute übernommen und wir landen erst einmal in „Karls Erlebnis Dorf“ in Zirkow. Hier gibt es eine Hofbäckerei, selbsthergestellte Marmelade und Bonbons und jede Menge Klimbim. Da kann man sich kaum sattsehen.

Die Wände sind mit Kaffeekannen übersäht, die fein säuberlich in Reih und Glied stehen. Mit den insgesamt 27390 Kannen hat Karl es 2012 in das Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Einen Teil davon können wir hier bewundern.
Für die Kinder gibt es ein Tobeland, Spielplätze und einiges mehr.
Was es alles gibt, könnt ihr hier sehen:

 

Karls Erlebnis Dorf in Zirkow - http://www.karls.de/zirkow.html

BildeinblendungNach dem Sinnesrausch steuern wir Prora an. Prora steht für den Wahnsinn des NS- Regimes schlecht hin. Der Plan, auf fast 5 Kilometern Länge am Strand entlang Unterkünfte für 20000 KDF - Urlauber zu bauen, scheiterte am 2. Weltkrieg. Die immer gleichen Wohnblöcke aus Beton, jeder 550 Meter lang, stehen nun als Denkmal dumm und größten Teils leer herum. Acht Stück waren geplant, einige hat die Rote Armee gesprengt und zu sprengen versucht, aber der Stahlbeton hielt meist den Versuchen stand. Daher gibt es jetzt auch einige Ruinen zu bestaunen. Zu DDR Zeiten wurden die verbliebenen Blöcke fertiggestellt und als Kaserne genutzt. Das gesamte Gebiet wurde Sperrbezirk. Prora verbindet damit zwei extreme Ideologien zu einem hässlichen Blockwerk. Kraft durch Freude mit Schwertern gepflügt, oder so.
Wir parken an den Ruinen und eiern bei 36 Grad von oben über teergetränkte, asphaltreflektierte 40 Grad von unten, über den Eingang zum riesigen Gelände. Hier dürfen wir den Asphalt gegen Beton tauschen. Neben der Betonpiste erhebt sich eine der Ruinen, eingesperrt mit Drahtzäunen. Dann erreichen wir die Blöcke, einheitlich grau und unförmig. Ein Teil wird als Jugendherberge genutzt, ein anderer als Museum. Doch die Masse der Wohnblöcke steht leer.
BildeinblendungNur ein paar Meter entfernt von diesen Monstren liegt der herrliche Sandstrand. Vom Denkmal aus werfen wir einen Blick über den Strand zur Ostsee. Das Denkmal „Sportler“ von Jürgen Raue stammt noch aus DDR-Zeiten (1976 Einweihung) und ziert die Aussichtsstelle. Bei Facebook habe ich das Bild des Denkmals mit:
„Wenn du feucht bist, nimm das Handtuch, Liebling“
untertitelt. Ich kleiner Schelm, ich.
Von hier oben kann der Blick den weißen Sandstrand erfassen, über die Ostsee in die Ferne schweifen und den Weg zurück vergessen.
Unser Weg führt uns weiter nach Sassnitz.


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