Rügen - eine Insel

Wir wollten einmal Inselfeeling und haben uns dafür Rügen ausgesucht. Die Seebäder und Kreidefelsen waren Ziele. Auf den Königsstuhl habe ich mich nicht gesetzt.

Sa. 04.07.15
1) Dunkel wars…

BildeinblendungDer Himmel glüht golden. Aus den strahlenden Wolken heraus klingen leise glockenähnliche Töne auf. Der zarte Klang trifft auf die schimmernde Wasserfläche und wird verstärkt in meine Gehörgänge geleitet. Im Rhythmus der Schwingungen bewegt sich mein Trommelfell, bewegt den Hammer, um den Ton dann in die Gehörschnecke zu leiten. Die Härchen schwingen und die Nerven geben die Bewegung als elektrische Impulse an die Gehirnzellen im Gehörzentrum weiter. Auf jeder Station dieses Wunder des Hörens verstärkt sich der Klang der Glocken, um dann als donnerndes Getöse ins Gehörzentrum einzuschlagen. Wach! Herausgerissen aus wunderschönen Träumen stoppe ich den Handywecker.

Sa. 04.07.15
2) Sand im Schuh

BildeinblendungMarion möchte Inselfeeling und das verbindet sie mit Sandstrand an der Ostsee. Etwa 2 Kilometer entfernt soll es so etwas geben. Da wir noch gehfaul sind, fahren wir mit dem Auto hin. Ein Parkplatz ist schnell gefunden und über eine kleine Wiese erreichen wir eine Menge Sand. Eh, verdammt viel Sand, der in meine Sandalen dringt. Wir haben einen Hundestrand erwischt und so kann sich auch Tobi über Sand in den Pfoten freuen. Ins Wasser will er vorerst nicht- ich auch nicht.

So. 05.07.15
1) Die Blöcke des Wahnsinns

BildeinblendungEnorme Temperaturen ließen uns heute Nacht nur bedingt gut schlafen. Nach dem morgendlichen Hundespaziergang schmeckt das Frühstück besonders gut. Übrigens, das Frühstücksbuffet ist gut bestückt und unser Pärchen von gestern Abend langt auch wieder reichlich zu. Wir können nur staunen und wundern uns, wohin diese Essensmengen verschwinden.
Marion hat die Tourenplanung für heute übernommen und wir landen erst einmal in „Karls Erlebnis Dorf“ in Zirkow. Hier gibt es eine Hofbäckerei, selbsthergestellte Marmelade und Bonbons und jede Menge Klimbim. Da kann man sich kaum sattsehen.

So 05.07.15
2) Kies me

BildeinblendungSassnitz (früher: Saßnitz) liegt auf der Halbinsel Jasmund. Jasmund ist übrigens Nationalpark. Die Buchenwälder darin sind als Weltnaturerbe eingestuft. Bekannt ist die Kreidefelsenküste, die wir jetzt ansteuern. Heute werden wir die Küste von Land aus erkunden. Dafür parken wir in den oberen Regionen der Stadt und wandern mal wieder, bei über 30 Grad im schönsten Sonnenschein zu den Kreidefelsen. Irgendwie werden wir einfach nicht schlau. Leicht überhitzt erreichen wir die Felskante.

Mo. 06.07.15
1) Ist Bus put? Nein Putbus!

BildeinblendungDas Frühstück ist heute mit etwas Müdigkeit versehen. Gähn. Ein paar Tassen Kaffee helfen.
Das Ziel des Morgens ist Putbus. Auch, wenn es sich so anhört, Putbus hat nichts mit defekten Bussen zu tun. Putbus ist die jüngste Stadt Rügens und wurde 1810 von Wilhelm Malte I. Fürst zu Putbus gegründet. Der Name Putbus bedeutet „hinter dem Holunderbusch“. Na ja, ich habe keinen Holunderbusch vor Putbus gesehen.

Mo. 06.07.15
2) Seebrücken und Tauchglocken

BildeinblendungVom Hafen in Lauterbach aus, fahren wir das kleine romantische, frühere Fischerdorf Neuendorf an. Neuendorf liegt am Greifswalder Bodden. Da wir keinen Parkplatz finden, aber das Wasser und eine Anliegerstraße uns eine Weiterfahrt versperrt, parke ich frech weg auf dem Parkplatz des Hotel - Restaurants Nautilus. Als kleine Wiedergutmachung gibt es von uns hier die Anschrift:

Dorfstr. 17, 18581 Neukamp/Putbus, Telefon: 038301 830

Von hier aus gehen wir ein paar hundert Meter ins Dorf hinein und bewundern die hübschen und gepflegten Häuser.

Di. 07.07.15
Weiße Felsen mit Sonnenbrand

BildeinblendungNach dem Frühstücksbuffet fahren wir nochmals Sassnitz an. Diesmal fahren wir zum Hafen, denn wir wollen die Kreidefelsen vom Meer aus betrachten. Das heißt, mit dem Schiff hinausfahren. Ich schwirre auf den Parkplatz, um gleich darauf vom Aufsichtsmenschen eine Standpauke zu bekommen. Der Parkplatz ist neuerdings gesperrt, weil es jetzt ein Parkhaus gibt. Oh, steht auch groß an der Zufahrt zum Parkplatz, upps. Das Parkhaus ist nur ein paar Meter weiter entfernt. Während Marion die Karten für die Bootsfahrt besorgt, fahre ich ins Parkhaus. Wir haben noch Zeit bis zur Abfahrt um 12 Uhr und nutzen diese, um uns den Hafen anzusehen.

Mi. 08.07.15
Bernsteintorte

BildeinblendungEin Seebad fehlt noch auf unserer Liste, Göhren. Das werden wir heute in Angriff nehmen. Aber zuvor stärken wir uns am Frühstücksbuffet. Hier sollte ich anmerken, dass wir an verschiedenen Tagen auch Rührei und Spiegelei angeboten bekamen. Das Frühstücksteam ist immer zuvorkommend und freundlich und fällt uns damit angenehm auf. Auch Tobi bekommt immer seinen Wassernapf gebracht. Das findet man selten und deshalb möchte ich es hier einmal klar herausstellen.

Göhren, früher Fischer- und Lotsendorf, nennt sich seit 1889 Seebad. Zu der Gemeinde gehört der östlichste Punkt Rügens, das Kap Nordperd.

Do. 09.07.15
Der Tag als der Regen kam…

BildeinblendungBisserl feucht und kalt heute Morgen. Erst mal heißen Kaffee in den Körper schütten. Marion bevorzugt Tee, obwohl fast schon Glühwein nötig wäre. Wir wollen heute die westliche Ecke von Rügen besuchen und haben uns dafür Gingst ausgesucht. Der Wind bläst uns das Lied vom Sturm. Der Wetterdienst hat Sturmwarnung und Windstärken um 12 vorhergesagt. So wird dann auch die Fahrt ganz schön wackelig, da die Böen immer wieder versuchen, unseren Wagen von der Straße zu schupsen. In Gingst bläst der Wind dann nicht mehr ganz so durch die Hose und wir machen einen kleinen Stadtrundgang.