Am Brunnen vor den Blumen

Bei unseren Stadtexkursen finden wir immer wieder Überraschendes.
Auf einem Platz in der Innenstadt ist ein großer Blumenmarkt aufgebaut. Natürlich muss mein Schatz „mal schauen" gehen. Ich entdecke derweil am Markt einen interessanten Brunnen mit hübschen Figuren daran. Später erfahre ich, dass es sich um einen von vielen Wallace-Brunnen handelt, die in der Stadt verteilt sind.

Die kleinen Figurenbrunnen sind öffentliche Trinkwasserspender. In früheren Zeiten spendeten sie ärmeren Parisern kostenloses Trinkwasser. Damals wurden sie von Richard Wallace, einem Engländer mit Wahlheimat Frankreich, gesponsert. Noch heute erfüllen sie für die Obdachlosen ihren zugedachten Zweck.

Nur im Vorbeihuschen und aus der Ferne sehen wir die Julisäule auf dem Place de la Bastille.
Natürlich darf ich Marion einen Blick in die „Galeries Lafayette", einem Kaufhaus der Extraklasse, nicht verwehren.

Erstaunt bin ich über das schnuckelige Hotel, an dem wir vorbeischlendern. Meine intelligente Frage, was das Gebäude denn nun sei, ein Hotel oder eine Villa, beantwortet Marion mit: „Das ist das Pariser Rathaus".
Hôtel de Ville heißt Rathaus, na, da soll einer drauf kommen *ggg
Und dann ist das auch noch ein Plagiat, das echte Rathaus ist nämlich 1871 abgebrannt.

Sabine hat sich für uns eine „Extratour" ausgedacht. Sie macht mit uns eine Führung durch die Knaufwerke. Jetzt weiß ich, wie die Gipsplatten, die ich für meine Häuserrenovierungen verbrauche, hergestellt werden. Es hat eben doch Vorteile bei Freunden in Frankreich zu sein.

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