Montmartre

Unser Ziel ist der höchste Berg der Stadt: Montmartre. Okay, Berg ist etwas übertrieben. Mit etwa 130 Metern ist die Erhebung mehr ein Hügelchen. Aber immerhin hat dieses Hügelchen dem Stadtteil seinen Namen gegeben. Oben auf des Hügels Spitze steht eindrucksvoll die Basilika Sacré-Coeur. Dort findet sich auch der Platz mit den Malern, heute mehr als Touristenattraktion, denn als Kunst zu betrachten.

IMAG0143Meine Augen klammern sich an die Basilika und meine Beine werden jetzt schon weich. Wir werden etwa 500 Stufen hinaufeiern dürfen, damit ich die Kirche und die Künstler filmen kann. Ein letzter Blick zurück auf den Clochard, der es sich mit seinem mit Decken und Kram gefüllten Einkaufswagen hier unten gemütlich gemacht hat. Noch ein kurzer Abstecher zum kleinen Kinder- Karussell und dann aufwärts. Unterwegs werden wir von farbigen Menschen angesprochen, die uns Bänder um die Arme binden wollen. Wir lehnen dankend ab. Etwas höher angekommen, erklingt Musik von Musikanten mit echten Musikinstrumenten. Auf den nun breiten Stufen sitzen junge und alte Menschen vieler Nationen, erholen sich vom Aufstieg und lauschen der Musik. Wir genießen den Ausblick auf die Stadt, bevor wir die letzten Stufen zur Basilika erklimmen. Oben ohrfeigen mich die Piktogramme am Eingang der Kirche – fotografieren und filmen verboten. Beleidigt verweigere ich die Einkehr und filme außen herum. Mein Weg führt links an Sacré-Coeur vorbei und hier finden sich dann auch die ersten Maler. Noch weitere bevölkern den übervollen Place du Tertre. Hier stellen die Jungs und Mädels ihre Bilder aus (filmen verboten, danke). Einige zeichnen oder karikieren zahlungswillige Touristen. Es sieht alles ein wenig touristikmäßig abgestimmt aus. Nicht wirklich echt, nicht wirklich Charme.

Größere Karte anzeigen