Paris – Stadt der Liebe

Wir haben uns entschlossen, Marions Freundin zu besuchen. Das heißt für uns: auf nach Paris. Na ja, eigentlich mehr in Richtung Meaux – und von dort in ein verschlafenes Nest etwa 30 Minuten entfernt von Paris. (Chauconin – Neuf - Montiers)
Damit sich der Tripp lohnt, werden wir 4 Tage in Frankreich bleiben. So besteigen wir einen hübschen kleinen Flieger, schwirren durch die Lüfte und erobern den französischen Luftraum. Marion meint, wir würden in Kürze Charles, den Gaul treffen. Sabine wird uns also mit dem Pferd abholen.

Später, als wir auf dem Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle landen, merke ich, dass ich Mist verstand und sie missverstand. Statt Sabine auf dem Gaul zu sehen, erhalte ich einen Kulturschock. Als immer sturer, aber netter Westfale, strahle ich lächelnd eine französische Polizistin an, die sich ihre hübschen Beine auf dem harten Beton der riesigen Eingangshalle vertritt. Und schon habe ich Kontakt mit der ersten hübschen uniformierten Französin meines Lebens. Unglaublicherweise spricht sie Französisch und mich tatsächlich an, wobei sie anscheinend des Lächelns nicht mächtig ist, denn sie schaut ziemlich ungehalten.
Nun kann ich zwar Französisch, aber leider nicht die Sprache, haah.
Sie spricht mich also mit dieser fremden Sprache an und ich schaue entsetzt in ihre himmelblauen Augen. Was hat sie mir erzählt? Ihre Telefonnummer? Passport, ja das kenne ich, habe ich, zeige ich, aber sie gibt weiterhin für mich unverständliche Laute von sich.
Langsam sehe ich mich schon in Handschellen auf einem französischen Polizeirevier versauern. Erste Schweißperlen zieren meine Stirn, als Marion mir helfend beisteht und mit ihren eingerosteten Französischkenntnissen, die sie erst einmal ölen musste, mich vor schlimmeren bewahrt.
Daher ein Tipp für männliche Parisbesucher: Lächele nie französische Polizistinnen an.

 

Ich meide also weitere Kontakte mit Polizistinnen und Parisern - und komme daher wohlbehalten in Meaux an ;-)

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