Paris

Die Stadt der Liebe. Von der Roten Mühle bis zur Notre Dame, vom Invalidendom bis Montmatre. Wat sind wir jelofen! Paris: schmutzig, hektisch, schön. Wir wohnten bei guten Freunden und lernten dadurch auch andere Seiten von Paris kennen.

Paris – Stadt der Liebe

Wir haben uns entschlossen, Marions Freundin zu besuchen. Das heißt für uns: auf nach Paris. Na ja, eigentlich mehr in Richtung Meaux – und von dort in ein verschlafenes Nest etwa 30 Minuten entfernt von Paris. (Chauconin – Neuf - Montiers)
Damit sich der Tripp lohnt, werden wir 4 Tage in Frankreich bleiben. So besteigen wir einen hübschen kleinen Flieger, schwirren durch die Lüfte und erobern den französischen Luftraum. Marion meint, wir würden in Kürze Charles, den Gaul treffen. Sabine wird uns also mit dem Pferd abholen.

Bei Sabine

Ein Einfamilienhaus mit Sabine darin, erwartet uns schon. Ein mittelgroßer Hund springt uns freudig im Garten entgegen. Sabine springt uns nicht an, -aber sie ist auch erfreut. Im Laufe des Nachmittags lerne ich das Haus, Marion, die Tochter von Sabine, Jérôme, ihren Sohn und abends Richard, ihren Mann kennen.
So wie ich kein Französisch spreche, spricht Richard kein Deutsch und doch verstehen wir uns prächtig.

In Paris

Nach dem Frühstück machen wir uns bereit zum Sturm auf die Bastille. Mein Schatz plant mal wieder mit Freude die Dinge, die wir heute abspulen werden.

Als erstes geht’s zur Bushaltestelle, - Bus kommt, einsteigen, bis Bahnhof Meaux fahren. Dann in den Zug hüpfen und Richtung Paris rattern.

Vom Eiffelturm ...

So ziehen wir durch die Stadt zum Eiffelturm.
Schon aus der Ferne sehen wir das Stahlgerüst in den Himmel wachsen. Da sich der Stahlfachwerkturm mit zwei F schreibt, hat er mit unserer Landschaft „Eifel" nichts zu tun. Der Erbauer des Turms war Gustave Eiffel und nach ihm wurde das Stahlmonster genannt. Seit 1889 steht das Pariser Wahrzeichen direkt am Ufer der Seine. Mit seinen etwa 300 Metern war das Türmchen bis 1930 das höchste Bauwerk der Welt.

über Notre Dame...

Verlassen wir die „eiserne Dame" und besuchen wir „unsere liebe Frau", die Kathedrale Notre-Dame de Paris.
Das gotische Gebäude wurde so um 1345 vollendet. Obwohl vollendet bei so alten Kirchenbauten ja nicht ganz richtig ist, da wird auch heute noch ständig renoviert und erneuert.

... zum Louvre

Durch die lebhafte, aber auch irgendwie schmuddelige Stadt ziehend entdecken wir kleine, reizvolle Läden, romantische, versteckt in Seitengassen liegende Restaurants und natürlich Stände mit Klimbim in allen Formen.
Unser Weg führt uns zum Louvre, einem der größten Museen der Welt. Aber zuvor schaut Marion noch in die Einkaufspassage mit den tollen Markenartikeln. Hier kauft die High Society und bei den uns anlächelnden Preisen darf sie das gerne auch weiter und ohne uns tun.

Montparnasse

(Video im Artikel Invalidendom) Marions Geheimtipp für den „Eiffelturmersatzblick über Paris" befindet sich im 53. Quartier, also Stadtteil, von Paris. Ein kleiner Hügel gab diesem Teil von Paris seinen Namen: Montparnasse. Hier befindet sich auch das, nach dem Eiffelturm zweithöchste Gebäude der Stadt, das Hochhaus „Tour Montparnasse". Der Turm ist etwa 210 Meter hoch und eigentlich ein Bürohochhaus. Wir werden ihn jetzt als Aussichtsplattform gebrauchen und düsen mit einem der schnellsten Aufzüge Europas in die 59. Etage.

Invalidendom

Langsam schmerzen meine Füße und deshalb führt mich Marion zum Invalidendom. Die Bezeichnung „DOM" ist irreführend, denn der Invalidendom ist kein Dom, also keine Kathedrale. Das franz. „dôme" steht für „Kuppel" und wurde falsch ins deutsche übernommen. Erbaut wurde er als Kapelle eines Kriegsversehrtenheimes, wurde dann aber das Grabmal Napoleons.

Metro

Ein neuer Tag bringt neue Erfahrungen. Wie jeden Tag: Morgens Anfahrt von Meuax nach Paris.
In Paris werden wir heute die U-Bahn benutzen. Die allseits bekannte Metro soll uns durch die Stadt gondeln. So schleift mich mein Schatz zum nächsten Eingang in die Unterwelt. Nun glaubte ich, man geht die Treppe runter, findet einen Bahnhof vor und steigt in einen Zug ein.

Montmartre

Unser Ziel ist der höchste Berg der Stadt: Montmartre. Okay, Berg ist etwas übertrieben. Mit etwa 130 Metern ist die Erhebung mehr ein Hügelchen. Aber immerhin hat dieses Hügelchen dem Stadtteil seinen Namen gegeben. Oben auf des Hügels Spitze steht eindrucksvoll die Basilika Sacré-Coeur. Dort findet sich auch der Platz mit den Malern, heute mehr als Touristenattraktion, denn als Kunst zu betrachten.

Pigalle

Nachdem wir uns an das bunte Treiben und den Bildern satt gesehen haben, bewegen wir unsere Körper wieder den Hügel hinab. Dort unten hat sich das Rotlichtviertel von Paris breit gemacht. Wir schlendern vorbei an dem Vergnügungslokal Le Moulin de la Galette und nähern uns dem Place Pigalle und dem bekanntesten Vergnügungs- und Tanzlokal, der Moulin Rouge.

Quartier Latein

Ein Viertel müssen wir unbedingt besuchen, meint Marion und so spuckt uns die Metro an einer breiten, stark befahrenen Straße wieder aus. Die müssen wir queren und dann geht's ab ins frühere Studentenreich. Aber vorher kann ich noch schnell den mit lautem Sirenengeheul vorbeirasenden Krankenwagen filmen. Action!

Meine, Deine, Seine

Nachdem wir unsere verrückte Idee in die Tat umgesetzt haben und uns in einem kleinem Bistro direkt an der Seine niederließen, können wir nun sagen, dass Marions superkleine Tasse Tee und mein Fingerhut voll Kakao für je 5 Euro zu den teuersten Getränken gehören, die wir je trinken werden. Aber genau das wollten wir: - einmal in Paris, am Ufer der Seine ein Tässchen Flüssigkeit für unverschämt viel Geld zu uns nehmen und dann das unverfälschte Lebensgefühl der Grande Nation über uns hereinbrechen zu lassen. ;-)

Jeanne d'Arc de Triomphe

Die im Dämmerlicht von Notre Dame befindliche Skulptur der Jeanne d´Arc, auch Jungfrau von Orleans genannt, Nationalheilige von Frankreich, erinnert mich an den Arc de Triomphe, den wir uns anschauen sollten.
Gelegen am Place Charles-de-Gaulle, ist das Denkmal aber nicht so ohne weiteres zu erreichen. Zuerst einmal genießen wir den bekannten Verkehr rund um diesen Bogen, um dann in selbstmörderischer Absicht durch diesen Wahnsinn aus Fortbewegungsmitteln die andere Straßenseite der Avenue des Champs-Élysées zu erreichen.

Am Brunnen vor den Blumen

Bei unseren Stadtexkursen finden wir immer wieder Überraschendes.
Auf einem Platz in der Innenstadt ist ein großer Blumenmarkt aufgebaut. Natürlich muss mein Schatz „mal schauen" gehen. Ich entdecke derweil am Markt einen interessanten Brunnen mit hübschen Figuren daran. Später erfahre ich, dass es sich um einen von vielen Wallace-Brunnen handelt, die in der Stadt verteilt sind.

Treff der Kulturen

Da unser Gastgeber, Richard, nicht nur Wurzeln in Algerien hat, sondern uns freundlicherweise zu seiner Mutter zum Essen einlädt, lernen wir sogar das Pariser Klein-Algier-Viertel kennen und gewinnen einen kleinen Einblick in eine besondere Lebensweise. Treff der Kulturen.