BildeinblendungMo 02.10.17
Der Geburtstagabend liegt mir am Morgen noch etwas im Magen. Darum starten wir zur nächsten Stadtbegehung erst um 10 Uhr herum. Nürnbergs Brücken stehen auf dem Plan. Aber erst geht’s wieder durch den Bahnhof und am Skulpturengarten beim Neuen Museum vorbei. Da das Grasstück an der Stadtmauer für Tobi tabu ist, werfe ich nur einen kurzen Blick in den Skulpturengarten. Die Skulpturen, sieben an der Zahl, stiftete 2004 das Galeristen-Ehepaar Marianne und Hansfried Defet. Nun, für Hunde ist der Park verboten, für Vandalen und Graffitichaoten leider nicht.
Die Pegnitz fließt durch Nürnberg, manchmal sogar zweiarmig und sie wird von einigen historischen Brücken überspannt. Die wollen wir uns ansehen.


Es gibt in der Altstadt die Karlsbrücke, die Museumsbrücke, die Fleischbrücke, die Maxbrücke, Henkersteg und den Kettensteg. Ich bin mir zwar nicht sicher, aber die müssten wir auch abgeklappert haben. Die Fleischbrücke wurde übrigens 1596–1598 nach dem Muster der Ponte Rialto in Venedig erbaut.
Zitat aus Wikipedia:
>Seit dem 9. Februar 1599 liegt auf dem an der Fleischbrücke stehenden Portal, das einst zum Fleischhaus führte, ein steinerner Ochse. Seine lateinische Inschrift lautet „Omnia Bildeinblendunghabent ortus suaque in crementa sed ecce quem cernis nunquam bos fuit hic Vitulus.“ (übersetzt „Alle Dinge haben einen Anfang und ein Wachstum, aber siehe: Niemals ist der Ochse, den du hier siehst, ein Kalb gewesen.“). Der Ochse samt Inschrift war durch die Jahrhunderte Anlass zu mancher Spöttelei und Spitzfindigkeit und „Das hätte mir der Ochse auf der Fleischbrücke auch sagen können“ ist in Nürnberg heute noch oft eine Erwiderung auf eine sinnlose Antwort.<
Für mich und meine Kamera ist der Kettensteg am Altstadtausfluss der Pegnitz der Star unter den Brücken. Seit etwa 1824 hängt die Brücke an drei Meter langen Kettengliedern und ist damit die erste freischwebende Hängebrücke Deutschlands.

Zu Mittag landen wir in den Trödelstuben, einem urigen Restaurant. Die Tische, die auf dem kleinen Platz und halb auf dem Bürgersteig stehen, stehen sonnig und werden von uns beschlagnahmt. Später kommen noch zwei Damen dazu. Die Ältere betritt das Haus, weil was drückt. Als sie wieder rauskommt, drückt immer noch was, nämlich sie sich einen Eisbeutel an die Stirn. Sie hat die niedrigen Balken im Haus falsch geschätzt und wird nun mit einer hübschen Beule gesegnet sein. Nach dem kleinen Imbiss wandern wir weiter.
Die Weißgerbergasse mit ihren hübschen Häusern fordert wieder einige Lufthol-Pausen von mir, naja, ich kann hier reichlich fotografieren, da fällt es nicht auf. Spät nachmittags trudeln wir wieder im Hotel ein. Kleine Pause bis zum Abendessen.
Das Abendessen nehmen wir zusammen mit unserer neuen Bekannten ein und lassen den Abend bei einem leckeren Eis ausklingen.
Morgen früh geht’s wieder heim. Gute Nacht.