Wenn Maria in den Wald geht…

Mariawald_1Es ist Mittag und für Mittag haben wir uns etwas Besonderes vorgenommen: Erbsensuppe essen, hah.

Natürlich nicht irgendeine Erbsensuppe und natürlich nicht irgendwo. Berühmt für die hausgemachte Erbsensuppe ist das Kloster Mariawald. So führt uns unser nächster Weg in den Eifelwald. Den Klosterwahlspruch: Euer Licht soll leuchten, erfüllt die vom Himmel strahlende Sonne für uns. Mariawald ist, um es richtig zu sagen, eine Abtei der Trappisten.

 Es gibt nicht viel zu sehen, aber es gibt DIE Erbsensuppe, die ich mir gleich im Selbstbedienungsrestaurant mit einer Bockwurst verschönern lasse. Marion steht nicht auf Erbsensuppe – sie holt sich einen Tee, denn ihr ist etwas ungut.

Mariawald_2Gestärkt und geteet begeben wir uns auf den Klosterrundweg und schlendern die Klostermauer entlang. Es geht bergab. In Mauernischen finden sich Statuen. Dann kommt uns ein Kreuz mit betenden Menschen drum herum entgegen. Höflich, wie die Volksbank, machen wir den Weg frei. Der Weg wird steil und endet dann auf einer Straße, die wir hinauf gehen. Rechts befindet sich die Klostermauer, links rasen Motorräder und Fahrradfahrer vorbei. Dann macht die Klostermauer den rechten Winkel und fordert eine Entscheidung von uns: Weiter der Straße entlang oder der Mauer folgen? Ein Trampelpfad geht hoch zur Mauer und die Entscheidung heißt, entlang der Mauer gehen. Wir erklimmen den Steilhang, schlagen uns durch das Unkraut und finden uns auf einen Feldweg wieder. Na, geht doch!

Das Ende des holperigen Weges und damit der Klostermauer beschert uns eine weitere Überraschung. Pferde schauen uns an und sie schauen über einen Zaun. Toll - unsere Expedition findet ein jähes Ende. Gottes Wege sind unergründlich. So kehren wir auf dem falschen Pfad um, brechen uns fast die Ohren den Steilhang hinab und entschließen uns, den Weg zu nehmen, den wir gekommen sind.

Aufwärts gehen macht Freude, nimmt mir etwas Luft, die ich aber dank der Erbsensuppe wieder auffüllen kann und so erreichen wir keuchend, mit Schweiß auf der Stirn unseren Ausgangspunkt. Marions geprellter Fuß macht sich nach dieser Tourtour wieder schmerzhaft bemerkbar. Bis zum Auto müssen wir es aber noch schaffen, denn schließlich ist Maria schon im Wald und kein Platz mehr, um Marion im Wald zu lassen, ggg.