BildeinblendungDer Morgen begann laut, denn der Frühstücksraum war mit den Gästen, die gestern feierten bevölkert. Da es nicht regnete, machten wir eine Fahrt nach Malchow. Hier in Malchow gibt es die Drehbrücke, die wir auf der Schifffahrt schon bestaunten. Wir besichtigten das Orgelmuseum in der ehemaligen Klosterkirche, bevor wir die Drehbrücke aus der Nähe bestaunten.
Die ehemalige Klosteranlage der Magdalenerinnen wird geprägt durch die Kirche, die 1844 errichtet wurde. In der Klosterkirche ist das Mecklenburgische Orgelmuseum untergebracht. Von der alten Klosteranlage existieren noch der historische Kreuzgang und einige Gebäude.


Malchow ist Luftkurort und darf sich Inselstadt nennen, denn Malchow wurde auf einer Insel erbaut. Auf dieser Insel liegt heute die Altstadt. Altstadt und westliche Neustadt werden von der Drehbrücke verbunden. Eine Drehbrücke gab es schon 1863. Diese Holzbrücke wurde 1912 durch eine breitere Stahlkonstruktion ersetzt. 1945 wurde diese gesprengt und 1949 eine neue Drehbrücke gebaut, die 1980 stillgelegt wurde. 1991 wurde dann wieder eine neue Brücke dem Verkehr übergeben. 2012 wurde eine neue Pylonen-Dreh-Brücke konstruiert und gebaut. 2013 wurde die neue Brücke in Betrieb genommen.

Ein kleiner Imbiss versorgte uns mit Backfisch und Matjesbrötchen, bevor wir die Altstadt eroberten. Im Cafè Rosendomizil gönnten wir uns weiße, heiße Schokolade. Abends gab es das Essen wieder auf den Eldeterrassen.

Oh, welch laute Geräusche dringen in meine Ohren. Der Frühstücksraum ist randvoll mit Gästen. Dadurch gestaltet sich das Nachladen des Buffets etwas schleppend und das Servicepersonal rotiert. Wir machen uns etwas schneller vom Hocker und steuern Malchow an. Das Wetter spielt mit aber es sieht nach Regen aus. In Malchow parken wir in der Nähe der Klosterkirche auf einen Parkplatz. Von hier aus sehen wir schon von Weiten die imposante Klosterkirche des ehemaligen Klosters der Magdalenerinnen. In der Kirche befindet sich das Orgelmuseum, denn nur so kann die Kirche unterhalten werden (also, ich meine nicht, das man die Kirche durch orgeln bei Laune hält, sondern das erbringen der Unterhaltskosten).
Erstaunlicher Weise darf auch Tobi das Gottesorgelhaus betreten und so bestaunen wir Drei die Menge Pfeifen, die hier herumstehen. Dank Fotolizenz darf ich auch die Canon fleißig nutzen.
Vor der Kirche kreische ich dann erfreut auf, ein Hinweisschild ist mir ins Auge gefallen. „Haus der Domina“ steht da in großen Lettern geschrieben. Was die Kloster- Ladys alles getrieben haben. Meine wilden Gedankengänge beendet Marion, indem sie mir mitteilt, dass eine Domina eine Priorin (Priorin um 1300, später Äbtissin bzw. Domina genannt) ist und somit die Chefin vom Kloster.

Auf den Schreck brauchen wir Backfisch und Matjesbrötchen, die wir uns im kleinen Imbiss gönnen. Die Drehbrücke muss ich mir unbedingt aus der Nähe beim Drehen ansehen. Jede volle Stunde dreht sie sich und macht so den Schiffen die Durchfahrt möglich. Dann müssen natürlich die Autos vor den Schranken warten. Nachdem sich die Brücke wieder zur Brücke gedreht hat, überqueren wir diese um ins Rosendomizil zu kommen. Das Hotel hat eine Terrasse direkt am See und dort lassen wir uns nieder, um in gnadenloser Überheblichkeit für zwei weiße, heiße Schokoladen 10 Euro hinzublättern. Heute gönnen wir uns das ;-)
Nach der Schokolade müssen wir uns sputen, denn gleich dreht die Brücke wieder und vorher müssen wir rüber und beim Auto sein, denn unsere Parkzeit ist um.

Der Abend naht, es regnet und das Essen auf der Eldeterrasse wartet bestimmt schon. Doch, was ist das? Unser Tor zur Eldeterrasse, das wir bisher als Abkürzung benutzt haben, ist mit einem Stahlseilschloss verschlossen. Mist, dann müssen wir einmal um den ganzen Block laufen und werden nass.
Im Restaurant angekommen, meint der nette Ober auf mein Gemaule: „Zu? Nein, Sie brauchen doch nur das Schloss über den Pfosten heben“.
Dadaaa! Peinlichkeit rauscht auf mich zu.
Okay, bring mir das Hamburger Schnitzel.