BildeinblendungEine „Münchhausenstadt“ und eine „Rattenstadt“ haben wir für heute auf unserer Entdecker-Liste. Nach kurzer Fahrt über die Dörfer erreichen wir Hameln. Die Stadt in Niedersachsen liegt im Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln. Um 1200 wird Hameln als Stadt genannt. Weltbekannt wird das Städtchen durch die Rattenfänger- Sage, die als einer der bekanntesten deutschen Sagen gilt. Die Sage gibt es in zig Variationen, doch die bekannteste Version beruht auf der Übertragung der Gebrüder Grimm (Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Nr. 245: "Die Kinder zu Hameln"). Kurz zur Erinnerung:

In Hameln gibt es 1284 eine Rattenplage. Ein Rattenfänger verspricht, gegen Entgelt die Ratten zu fangen. Die Bürger stimmen zu und der Rattenfänger geht, auf einer Pfeife spielend durch die Straßen und alle Ratten folgen ihm. Er steigt in den Fluss und die ihm folgenden Ratten ertrinken. Als er seinen Lohn einfordert, verweigern die Bürger den Lohn. Aus Rache kommt der Rattenfänger am 26. (22.) Juni 1284 zurück und geht wieder pfeifend durch die Straßen. Doch dieses Mal folgen ihm alle Kinder der Stadt in eine Höhle und kommen nie zurück. Die ganze Geschichte gibt es hier nachzulesen: https://www.hameln.de/de/der-rattenfaenger/die-rattenfaengersage/die-sage-nach-den-bruedern-grimm/
Diese Sage scheint im Kern auf Tatsachen zu beruhen, allerdings nimmt man heutzutage an, dass die Hamelner Jugendlichen von adligen Territorialherren zur Siedlung im OsteBildeinblendungn angeworben wurden. Die Entstehung der Rattenfänger-Sage lässt sich aber nicht mit letzter Sicherheit ermitteln. Wer weiß, vielleicht gab es den Herrn mit roten Hut wirklich und er nahm die Kinder mit?
Am alten Rathaus stand geschrieben: Im Jahr 1284 na Christi gebort to Hamel worden uthgevort hundert und dreißig Kinder dasülvest geborn dorch einen Piper under den Köppen verlorn.
Diese Inschrift gibt es an einigen Stellen in Hameln zu sehen. Leichter Nieselregen, im Wechsel mit Sonnenschein begleitet uns auf unserem Spaziergang durch die Hamelner Altstadt. Natürlich sehen wir uns auch das Rattenfängerhaus an. Der Sage nach führte der Rattenfänger die Kinder durch die Bungelosenstraße aus der Stadt hinaus. Seither ist das Spielen von Musik in der Straße auf alle Zeit verboten (bungelos = trommellos, ohne Trommel).
Im überfüllten Stadtcafé ergattern wir einen kleinen Tisch und gönnen uns eine heiße Flüssigkeit, wobei ich auf weiße Schokolade abfahre. BildeinblendungDa eine andere Flüssigkeit meinen Körper verlassen möchte, begebe ich mich auf die Suche nach einer Toilette. Das relativ kleine Café ist übersichtlich aber auch, nachdem ich die kleine Treppe zum hinteren Bereich erklommen habe, sehe ich keinen WC-Zugang. Eine ältere Dame, am Tisch nahe der Treppe, hat Erbarmen mit den Schweißperlen auf meiner Stirn und flüstert mir zu, „hinter dem Vorhang!“ Tatsächlich, versteckt hinter dem „Wandvorhang“ finde ich eine Toilette. Damit Marion nicht suchen muss, gebe ich das Geheimnis gleich weiter. Geflüstert, gefunden, gemacht und es kann weitergehen.
Vorbei an vielen hübschen historischen Häusern erreichen wir das Münster St. Bonifatius, die ehemalige Kloster- und Stiftskirche. Die Kirche findet sich auch im Stadtwappen von Hameln. Ich muss natürlich in das Münster und mache ein paar Fotos.

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