BildeinblendungGestern haben wir nach dem Menü noch mit den anderen Gästen zusammengesessen. Die Unterhaltung lief etwas einseitig über das Dackelherrchen, ein Firmeneigentümer, der ohne Luft zu holen halbfertige Sätze ins Zimmer warf. Wenn wir es dann schafften, zwischen den ständigen Themenwechseln auch mal etwas zu sagen, ging Dackelherrchen gar nicht darauf ein, weil er nicht zuhörte, sondern gleich weiterquakte. Das rege Desinteresse trieb uns Entdecker aufs Zimmer und ins Bett.


Heute freut sich Tobi über seine Frühstücksleckerli und wir uns genießen die echt leckeren frischen Brötchen. Dackelherrchen bekommt erstaunlicher Weise den Mund nicht auf, dafür ist er im Smartphone vertieft. Krümelherrchen erzählt, dass er mit Krümelfrauchen nach Ägypten auswandern will. Wir wandern in unser Zimmer aus. Marion und ich überlegen, ob wir Bodenwerder heimsuchen sollen, als Marions Handy unsere Gedankengänge mit melodischen Klingeltönen unterbricht. Der Blick aufs Display entlockt Marion ein vorsichtiges „René ruft an!“ René ist unser Nachbar zu Hause in Iserlohn und wenn René im Urlaub anruft, schrillen bei uns die Alarmglocken. Unsere ahnungsvollen Befürchtungen werden dann auch von René bestätigt, als er uns mitteilt, dass bei uns eingebrochen wurde. Da daa, Urlaub unterbrechen und ab nach Hause. Wir lassen unsere Koffer im Zimmer und hoffen, heute oder morgen wieder nach Bodenwerder zu können. So preschen wir über die Autobahnen zurück ins beraubte Heim. René empfängt uns und erzählt, wie er das Haus vorgefunden hat. Nachbarin Martina hat ihn auf ein offenstehendes Fenster aufmerksam gemacht und er hat das überprüft. Alle Schubladen und Schränke standen offen und waren durchwühlt. Tja, und so finden wir sie nun auch vor, ein kleiner Schock. Wir dürfen aber nichts anfassen, denn die Spurensicherung kommt noch. Die Wartezeit verkürzen wir mit „mal gucken, was fehlt“.
Wie sich herausstellt, wurde Bargeld und Schmuck gesucht. Schmuck ist dann auch futsch, aber Bares hatten wir nicht im Haus. Erschreckend ist die abgebrühte Vorgehensweise dieser asozialen Subjekte, worauf ich aber aus Sicherheitsgründen nicht näher eingehe. Die Spurensicherung in Form zweier hübscher netter Damen kommt, sieht und macht Fotos und Berichte und weg. Wir lassen Unordnung Unordnung sein und fahren wieder an die Weser, denn auf uns wartet immerhin noch ein tolles Menü. Das Jahresende werden wir so schnell nicht vergessen.

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