Allerheiligen_7Abenteuer Schwarzwaldhochstraße - Teil 3

Von der Schwarzwaldhochstraße aus müssen wir steil bergab ins Tal um die Klosterruine Allerheiligen und die Wasserfälle zu erreichen. Sie liegen auf dem Gebiet der Gemarkung Oppenau im Lierbachtal. Der Parkplatz ist jetzt schon voll, aber wir haben Glück und können noch einen Platz ergattern. Hinweisschilder zeigen uns den Weg zur Klosterruine. Um 1191 wurde das frühgotische Kloster von Uta von Schauenburg gegründet. Ein Blitz zerstörte 1804 die Kirche.

Allerheiligen_25Heute finden sich nur noch einsam aufragende Wände und Bögen, die ich jetzt mit der Kamera durchschreite.
Aber nicht die Ruinen sind unser wirkliches Ziel. Unser Ziel sind die Allerheiligen-Wasserfälle. Als ich die Absperrung des Weges sehe (wegen Unwetterschäden kein Durchgang) und seitlich auf den Hügel mit Denkmal ausweiche, ahne ich schon Böses. Als ich den Hügel herabkomme und wieder vor einer weiteren Absperrung des gleichen Weges stehe, finde ich das ungemein gemein. Hätte man doch vorher drauf hinweisen können. Doch siehe, auf der absperrten Seite des Weges erscheinen Gestalten, die sich als Menschen herausstellen. Jugendliche mit ihren Betreuern. Sie sagen uns, wir könnten durchgehen, denn die meisten Schäden wären schon wieder beseitigt.

Allerheiligen_41Und mit den Worten dieser freundlichen Mitmenschen handele ich mir wieder einmal viele steinerne Stufen ein.
Doch es lohnt sich. Der Lierbach stürzt kurz darauf an uns vorbei, insgesamt 90 Meter in mehreren Stufen in die Tiefe. Ein rauschendes Naturschauspiel bietet sich uns. Um es zu sehen müssen wir aber über Wege und Treppen hinab in die Tiefe. Neben uns rauscht die Wasserflut vorbei, von oben scheint uns die Sonne aufs Gehirn.
Unten machen wir kehrt und viel runter heißt dann viel rauf. Allein die lange Treppe hat etwa 80 Stufen. Aber tapfer kämpfen wir uns wieder hinauf. Da pfeift die Lunge.

Mit ausgedörrter Kehle erreichen wir das Restaurant Klosterhof und wir schütten uns erst einmal eine Apfelschorle in die trockene Röhre.