Burg Hohenzollern_3Das Schöne ist immer oben... Teil 2

Der Tag ist noch jung (also um die Mittagszeit) und wir fahren weiter nach Hechingen, das wir aber nur kurz besichtigen, denn uns ruft Burg Hohenzollern.
Auf einem Bergrücken gelegen, sieht sie schon aus der Ferne imposant aus und streckt ihre Türme gen Himmel. Da muss ich erst einmal an der Landstraße anhalten und dieses Prachtexemplar einer Burg fotografieren. Der Burg-Parkplatz ist unterhalb der Burg und schlauer Weise entscheiden wir uns für den Shuttlebus hinauf zur Burg. Einfache Fahrt – also nur aufwärts. Abwärts werden wir laufen. Am Kiosk müssen wir aber erst einen Parkschein und die Eintrittskarten zur Burg kaufen. Der Shuttlebus fährt daher erst einmal ohne uns zur Burg. Das ist aber kein Problem, das Ding dreht alle 10 Minuten seine Runden. Also entleere ich vorsichtshalber noch meinen Körper. Eine sehr nette Dame verlangt kein Geld, sondern überlässt es mir, ob ich ihr einen Obolus hinterlasse. Da bin ich aber baff und zahle freiwillig.



Der Bus kommt wieder einmal vorbei und nimmt uns mit. Es geht ganz schön steil hinauf und am Eingang zur Burg ist die Fahrt zu Ende. Kurz die Karten zeigen und schon dürfen wir die Hohenzollern besuchen.
Burg Hohenzollern_57Das Haus Hohenzollern ist eine der bedeutendsten deutschen Dynastien Die heutige Stammburg der Hohenzollern in 855 Meter Höhe wurde von Friedrich Wilhelm IV Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Es ist die dritte Burg, die Vorgänger wurden zerstört.
In der Burg befindet sich die Krone Wilhelms II.

Da es Mittagszeit ist, lassen wir uns im Biergarten beim Burgkiosk nieder. Ich erlaube mir eine Currywurst mit Brötchen. Neben uns sitzt eine englische Familie, deren weibliche Anteile plötzlich kreischend aufspringen, mit den Händen rudernd um den Tisch laufen. Eine kleine Biene ist der Grund der Aufregung. Eilig verlassen die Inselmenschen den Biergarten. Scheint keine Bienen in England zu geben, hihi.

Burg Hohenzollern_47Im Innenhof der Burg laufe ich direkt auf einen tollen männlichen Typ mit Sonnenbrille im Gesicht zu, Strohhut auf dem Kopf und - Minihund im Arm zu. Echt geil! Nur mühsam kann ich ein breites Grinsen unterdrücken.

Nach viel Gucken kommt dann bergab laufen. Eine Horde kreischender Kinder bringt Marions Hörhilfen in Wallung und ihren Hörnerv an die Schmerzgrenze. Wir lassen die Lärmbelästigung erst einmal mehrere hundert Meter vorausgehen. Beim steilen Abstieg sind wir froh, den Aufstieg nicht zu Fuß gemacht zu haben.
Ein Tipp für alle nicht Bergerprobte: Nehmt den Shuttlebus.

Auf der Rückfahrt zum Hotel freue ich mich auf den Hirschbraten, den ich mir als Menühauptgericht ausgesucht habe.