Im Waldachtal

Der Schwarzwald lockt uns und wir werden wieder Berge und Höhen aber auch Treppen erklimmen. Wasserfälle, Wildnispfade und Ruinen können uns nicht schrecken. Burg Hohenzollern und Plattformen in luftigen Höhen werden mutig erstürmt.Ellbachseeplattform_2

Hotel WaldachtalFall durch - check ein

Montag, 21.07.14

Es ist wieder soweit, die Bundesdeutschen Autobahnen sind für 8 Stunden unser zu Hause.

Es geht Richtung Schwarzwald, Ziel Waldachtal, hier Hotel Waldachtal.

Aber vorher fahren wir durch Regen den Staus entgegen. Ein Stau hält Hund Tobi Durchfall geplagt nicht durch und ein ätzender Gestank macht sich im Wagen breit. Buttersäure würde neidisch werden. Wir atmen also im Stau und bis zur nächsten Raststätte geruchsvolle Luft ein. An der Raststätte erfolgt erst einmal eine Auto und Hund Grundreinigung. Dabei bekommt meine Hose auch etwas Braunbrei ab. Hervorragend! Also mich auch gleich reinigen. Der Geruch begleitet uns ins Waldachtal. Der Urlaub fängt ja gut an.

Freudenstadt_14Im Waldachtal, Dienstag, 22.07.14

Der Morgen erwartet uns mit Regen, das Frühstücksbuffet mit vielen leckeren Sachen. Wirklich gut bestückt, das Buffet. Nachdem wir gut gefrühstückt haben, ist Kraft vorhanden für den Marsch durchs Dorf. Dafür brauchen wir nicht sehr lange, denn Lützenhardt ist nicht sehr groß und der Kurpark auch nicht. Aber die Sonne lacht jetzt freundlich vom Himmel.
Weil wir immer noch mit Frühstücksenergie geladen sind, entschließen wir uns zur Fahrt nach Freudenstadt. Hier gibt es den größten bebauten Marktplatz Deutschlands. Den müssen wir uns natürlich ansehen.

Horb_1Das Schöne ist immer oben... Teil 1

Mittwoch, 23.07.14

Ich bin noch nicht im Urlaub angekommen und habe schlecht geschlafen. Das Frühstück ist wieder hervorragend, doch meine Laune hebt es nur unmerklich. Das bekommt dann leider Marion zu spüren, als sie uns nach Horb am Neckar führt. Aus dem Auto, aus dem Parkhaus und Treppen bergauf. Mein Astralleib ist für Berge noch nicht eingerichtet und 400 Synapsen schließen kurz. Ich meckere Marion an (obwohl sie ja nichts dafür kann) und so haben wir beide unwahrscheinlich gute Laune, als wir oben ankommen.

Burg Hohenzollern_3Das Schöne ist immer oben... Teil 2

Der Tag ist noch jung (also um die Mittagszeit) und wir fahren weiter nach Hechingen, das wir aber nur kurz besichtigen, denn uns ruft Burg Hohenzollern.
Auf einem Bergrücken gelegen, sieht sie schon aus der Ferne imposant aus und streckt ihre Türme gen Himmel. Da muss ich erst einmal an der Landstraße anhalten und dieses Prachtexemplar einer Burg fotografieren. Der Burg-Parkplatz ist unterhalb der Burg und schlauer Weise entscheiden wir uns für den Shuttlebus hinauf zur Burg. Einfache Fahrt – also nur aufwärts. Abwärts werden wir laufen. Am Kiosk müssen wir aber erst einen Parkschein und die Eintrittskarten zur Burg kaufen. Der Shuttlebus fährt daher erst einmal ohne uns zur Burg. Das ist aber kein Problem, das Ding dreht alle 10 Minuten seine Runden. Also entleere ich vorsichtshalber noch meinen Körper. Eine sehr nette Dame verlangt kein Geld, sondern überlässt es mir, ob ich ihr einen Obolus hinterlasse. Da bin ich aber baff und zahle freiwillig.

Ellbachseeplattform_2Abenteuer Schwarzwaldhochstraße - Teil 1

Donnerstag, 24.07.14

Heute wollen wir mal echt Schwarzwald sehen. Da bietet sich die berühmte Panoramastraße von Baden-Baden nach Freudenstadt (B 500) geradezu an. Angeblich ist sie ein Muss für jeden Schwarzwaldbesucher. Wir befolgen hiermit den Rat unseres netten Obers, der uns vom Besuch Straßburgs wegen der Innenstadtbaustelle abgeraten hatte.

Statt Straßburg steuern wir die Schwarzwaldhöhenstraße an. Es geht bergauf und dann sind wir oben auf dem Schwarzwald und können über weite Täler und endlose Wälder sehen. Der Tipp des Kellners war gut, das Wetter noch besser. Die Sonne begleitet uns über die Berge.

Lotharweg_14Abenteuer Schwarzwaldhochstraße - Teil 2

Nach dem Höhenrausch führt uns die Höhenstraße weiter zum Lotharweg. Wir finden den Parkplatz etwa 3 km von der Zuflucht auf der linken Seite.
(Merken: Wir kommen aus Richtung Freudenstadt)
1999 hinterließ der Sturm Lothar eine Schneise der Verwüstung im Schwarzwald. Entlang der Straße finden sich große Kahlflächen im Wald. Ein Teil dieser Kahlflächen wird sich selbst überlassen und nicht aufgeforstet.

Allerheiligen_7Abenteuer Schwarzwaldhochstraße - Teil 3

Von der Schwarzwaldhochstraße aus müssen wir steil bergab ins Tal um die Klosterruine Allerheiligen und die Wasserfälle zu erreichen. Sie liegen auf dem Gebiet der Gemarkung Oppenau im Lierbachtal. Der Parkplatz ist jetzt schon voll, aber wir haben Glück und können noch einen Platz ergattern. Hinweisschilder zeigen uns den Weg zur Klosterruine. Um 1191 wurde das frühgotische Kloster von Uta von Schauenburg gegründet. Ein Blitz zerstörte 1804 die Kirche.

Mummelsee_16Abenteuer Schwarzwaldhochstraße - Teil 4

Doch der Mummelsee in 1028 Meter Höhe wartet noch auf uns Entdecker. Der kleine Karsee ist mit Kommerz überfüllt. Eine Runde um den See ist schnell erledigt, denn es sind nur etwa 800 Meter.
Der Name soll von der Teichrose stammen, die als Mummel bezeichnet wird und früher im See zahlreich vorkam. Am Rundweg finden wir eigenartige Gebilde. Es sollen Kunstwerke moderner Künstler sein. Da kann ich nur sagen, Blech.

Im Waldachtal_107SägemühleLecker Schinken.

Freitag, 25-07.14

Den letzten Tag wollen wir ruhig angehen lassen. Morgen geht’s weiter nach Bad Münster am Stein. Wir marschieren zur Sägemühle, die nur 800 Meter entfernt sein soll. Wir tippeln und tippeln bis zum nächsten Ort. Hier finden wir dann die Sägemühle. Leider ist nicht viel zu sehen. Da wir die Besichtigung der Schinkenräucherei nicht mitgemacht haben, wollen wir wenigstens ein paar Leckerli mit nach Hause nehmen. Das erfordert die Anfahrt zur Metzgerei, gelle. Hier gibt es ganz viele leckere Sachen. Ein paar davon nehmen wir mit.

Sasbachwalden_7Currywurst

Samstag, 26.07.14

Wir checken aus und machen uns auf nach Bad Münster am Stein. Unterwegs entdeckt Marion ein Hinweisschild auf Sasbachwalden und ihre Gedächtniszellen melden, da war ich mal – als Kind oder doch mein Vater?
Ihren Wunsch, das Dörfchen noch mal zu sehen, erfülle ich gern. Das Dorf bezeichnet sich als Blumen- und Weindorf und hat einen denkmalgeschützten Ortskern. Die Weinberge sind nicht zu übersehen. Eine Flagge macht Werbung für das Musikfestival TON:arten, das unter der Schirmherrschaft von Christian Quadflieg steht.
Den kleinen Hunger zwischendurch wollen wir auf der Imbiss-Terrasse eines Restaurants stillen. Wir suchen ein Plätzchen in der Sonne und bemerken, dass die Terrasse nicht sehr gepflegt ist. Vorsichtshalber wählen wir nur Kleinigkeiten aus. Ein Paar Bratwürste für mich und Marions Grillgemüse kann man ja nicht versauen. Übrigens: Irren ist menschlich.