Dienstag, 31.03.2015
Das Goldbäumchen


Bild: TurmzimmerDer Morgen hat kein Gold, sondern eher einen schlechten Geschmack vom gestrigen langen, weinseligen Zusammensein im Mund. Obwohl mein Körper schon aufgestanden ist, bleibt mein Kopf noch einen Moment im Bett liegen.
Die kalte Dusche und das anschließende Frühstück wecken meine Lebensgeister. Packen, einladen und ab in Richtung Mosel. Wieder begleitet uns der Regen. Wir entschließen uns, über die Landstraßen nach Ellenz-Poltersdorf zu fahren. Leider haben wir nicht daran gedacht, dass gestern Abend ein Orkan über weite Teile des Landes zog. So finden sich ab und an abgeknickte Bäume auf der Fahrbahn liegend. Zum Glück nur auf einer Seite der Straße, sodass wir drum herum fahren können.
Das Hotel „Ellenzer Goldbäumchen“ liegt direkt an der Mosel und ist somit leicht zu finden. Der Parkplatz vor dem Haus hat noch ein paar Plätze frei, einen benutze ich jetzt. Auf ins Bäumchen. An der Rezeption erwartet uns ein freundlicher Herr, Enrico Hass genannt. Wir bekommen das „Türmchenzimmer“ mit der Nummer 11. Das Hotel ist teilweise als Fachwerkbau erbaut und das Türmchen ist ebenfalls Fachwerk. Für mich Fachwerkliebhaber natürlich eine besondere Freude. Das achteckige und daher fast runde Zimmer wird bis Samstag unser Moselausguck. Das Zimmer ist groß genug für uns und das Bad auch. Allerdings haben wir hier oben noch kein WLan. Ins Zimmer kommen wir über eine Dachterrasse, die einen Blick auf die Mosel und die Weinberge freigibt. Jetzt brauchten wir nur noch etwas Sonne und wir könnten es uns hier gemütlich machen. Der Schrank ist leider etwas zu klein für unsere Sachen, wir packen daher nicht wirklich aus.

Eine erste Ortserkundung erfolgt bei durchwachsenem Wetter. Wieder einmal werden wir etwas feucht um die Ohren. Ellenz-Poltersdorf besteht, wie man unschwer erraten kann, aus den Ortsteilen Ellenz und Poltersdorf. Natürlich gibt es hier auch große Weinanbauflächen, darunter die bekannte Weinlage „Ellenzer Goldbäumchen“. Die lassen wir heute aber mal aus und gehen zurück ins Hotel.

Das Restaurant im Hotel ist heute geschlossen und wir suchen eine Ausweichstation. Enrico besorgt uns für abends einen Tisch und eine Weinprobe in der Villa Hausmann und wir machen derweil ein Nickerchen im Türmchenzimmer.