Wernigerode_7Was für ein Service!

Da wir uns die Harzcard gegönnt haben und damit auch mit der Brockenbahn fahren können, entschließen wir uns heute für „Brocken gucken" - nach Brocken schlucken.

Als Startbahnhof haben wir uns Wernigerode auserkoren.Wernigerode, das hübsche Städtchen, empfängt uns mit Sonnenschein. Wir spazieren durch die Stadt. Eigentlich wollen wir von hier mit der Bahn zum Brocken starten, doch Marion findet heraus, dass der Preis für die Fahrt überall gleich ist.
Nach der Einheit,- Einheitspreis.

Zum BrockenDa können wir genauso gut noch Schierke ansehen und von da aus zum Brocken dampfen.
So finden wir uns einige Zeit später in Schierke wieder und steuern durch einen Waldweg den Bahnhof an. Hier, in einsamer Lage, befindet sich ein Parkplatz und natürlich auch ein Parkscheinautomat, der von uns 5 Euro haben möchte.

Bis der Zug kommt, können wir noch einen Kaffee trinken. Die Sonne lacht fröhlich vom Himmel. Die Lautsprecheransage kündigt die Dampflok an und kurz darauf schnauft dampfend die Brockenbahn in den Bahnhof ein. Wir packen unsere Brocken zusammen, entern die Schmalspurbahn und machen uns auf zum Brocken. .
Von dichten Wäldern gesäumt fahren wir in alten Dampflokwaggons auf schmalen (1000 mm) Schienen.
Ab und an lichten sich die Baumreihen und dann kann der Blick in die Ferne schweifen und den Harz in seiner ganzen Schönheit erfassen. Rumpelnd und pfeifend fährt der Zug jetzt am Wanderweg zum Brocken entlang. Dann sehen wir die Anlagen auf dem Gipfel und nach etwa 30 Minuten Bahnfahrt erreichen wir die Bergstation, Brockeneiner der höchsten Bahnhöfe Deutschlands und das Gipfelplateau .

Boh, geiler Brocken.


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Vom höchsten Berg des Harzes können wir, dank des guten Wetters, unendlich weit sehen. Hier, in 1141 Metern Höhe, sind wir den Wolken nah und den Tälern fern. Auf dem Brocken liegen viele kleine (Stein)Brocken und in der Mitte finden wir eine kleine Felsenansammlung umgeben von Ortstafeln, die die Richtung und die Entfernungen den genannten Orten angeben. Diese Felsengruppe wurde hier aufgestellt um die frühere Höhenangabe von 1142 Metern wieder zu erreichen, die mit alten Meßsystemen ermittelt worden war.
Auf der Brockenkuppe finden wir ein Hotel, eine Sendeanlage und das Brockenhaus.
Natürlich besichtigen wir auch das Brockenhaus mit dem Museum. In der sogenannten „Stasiemoschee" sind immer noch die historischen Abhöranlagen der DDR installiert.Natürlich wird nicht mehr abgehört. Oder?

Wir haben schönes Wetter erwischt, aber das Wetter kann auf dem Brocken schnell umschlagen und nicht selten sind extreme Wettersituationen. Daher gibt es schon sehr lange Wetterbeobachtungen auf dem höchsten Harzberg. Seit 1885 gibt es hier oben eine Wetterwarte.
Vom Brockenhausdach können wir hinab auf den Brocken blicken und auf dem Dach finden wir sogar noch etwas Schnee in den Ecken.
HexenkücheIn der „Hexenküche" des Brockenhauses gönne ich mir eine leckere Erbsensuppe und Marion genießt einen Milchreis mit roter Grütze.
Der Berg ist schon seit ewigen Zeiten mit Dämonen verbunden. Später stellten sich die Menschen vor, die Hexen würden hier oben Versammlungen abhalten. Wir können uns gut vorstellen, dass die Phantasie früherer Anwohner im Nebelschwaden versunkenen Brocken allerlei Fabelgestalten entstehen ließ.

Es wird Zeit zurück zu fahren. Die Dampflok steht bereit und wir rattern durch den Harz, - jetzt den Brocken hinunter. Mitfahrende betrunkene Väter, die sich eine Menge Blödsinn erzählen, erinnern mich daran, dass heute Vatertag ist.
Eine halbe Stunde später erreichen wir wieder den Bahnhof in Schierke.
Wir fahren noch hinein in das wirklich sehr schön hergerichtete Harzstädtchen und entschließen uns zu einem Stadtbummel. Wir entdecken das Stammhaus des „Schierker Feuersteins". Das ist ein, in der Gegend, sehr bekannter Kräuterbitter-Schnaps.
Im fantastisch angelegtem Kurpark können wir herrlich umherwandern und meine Kamera freut sich. Diese Stadt ist einfach sehenswert, trotzdem schmerzen mir langsam die Füße.

Schierke
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Ade, Brocken – guten Abend Harzlodge.
Das Buffet wartet schon.Und ein leckeres Bier, und einige Feuersteine aus Schierke. Für uns ist heute Mama- und Papatag, prost.
Später schaukeln wir 40 Euro ärmer in Richtung Zimmer 30.

C Peter G.A. Hölterhoff

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