Fast alles Rode

Di. 13.08.13

Harzgerode_2Wir wären ja nicht die Entdecker, wenn wir uns nach dieser Tages – Bergwanderleistung schon nach Ruhe sehnen würden – zumindest Marion nicht.

Sie hat als nächstes Ziel Harzgerode ins Auge gefasst. Harzgerode ist ein kleines Städtchen, das zwar selten durch Krieg zerstört wurde, dafür aber mehrmals abbrannte.

Wir schlendern um den Marktplatz herum. In einer kleinen Kneipe nehmen ich eine Fassbrause zu mir. Während Marion das WC aufsucht, filme ich mich mit der Fassbrause in der Hand und einen blöden Spruch auf den Lippen.

Statt Fassbrause kommt Fassbierbrause über meine Lippen. Dieser freudsche Versprecher wird später beim Videoschnitt Lachkrämpfe bei mir auslösen, denn erst da werde ich diesen bemerken.

Auf unseren Ausflugsfahrten huschten viele Orte mit der Endung -rode im Namen an uns vorüber. Im Harz scheint fast alles Rode zu sein. So mache ich mir bei einer Fassbrause Gedanken über Städtenamen, boh.

Euch werde ich das Ergebnis sekundenlanger Onlinerecherche hier und jetzt präsentieren:

Zitat:

Das Suffix -rode als Bestandteil von Ortsnamen kennzeichnet einen „Rodungsnamen“. Diese wurden für Orte gewählt, die auf einer gerodeten Fläche entstanden. Die so bezeichneten Orte wurden meist in der Rodungszeit im späten Mittelalter im Hügelland oder Gebirgsvorland gegründet. Eng verwandt sind das Suffix -roda, das ausschließlich südlich des Harzes verbreitet ist, und -reuth, das besonders im vogtländischen Raum verbreitet ist, während -rode gegenüber -roda und -reuth hauptsächlich nördlich dieses Gebirges vorkommt.
( Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/-rode )

Also erst Wald, dann Bäume ab, dann Häuser bauen, dann Harzgerode, Gernrode, Osterode...