Besuch bei Sabine_46Freitag
Auf dem Besichtigungsplan steht für heute Senlis.
Nach einer längeren Anfahrt erreichen wir die kleine Gemeinde im Departement Oise, am Fluss Nonette. Das mittelalterlich erhaltene Städtchen war die Hauptstadt der keltischen Silvanekter. Die Römer nannten sie Augustomagus.
Ich finde hier wieder mein geliebtes Kopfsteinpflaster und die Kathedrale Notre-Dame, die 1191 geweiht wurde.

Vorbei an der gallorömische Stadtmauer mit 16 erhaltenen Türmen und Resten des Amphitheaters, erreichen wir das königliche Schloss oder das, was davon übrig ist.
Im Garten schauen wir uns wieder einmal getrennt um, denn auch hier darf Tobi nicht mit rein. Allerdings verpasst Tobi auch nicht viel. Aus dem Mittelalter stammt auch die Kirche Saint- Pierre und der Bischofspalast.

Hauptgrund unseres Besuches ist aber der kleine Laden, von dem Sabine erzählte und den wir per Zufall tatsächlich wiederfinden. Hier bekommt man Skulpturen, Rüstungen, Schwerter, Dolche und anderen Klimbim. Sabine war hier schon einmal mit einer anderen Reisegruppe und bei dieser Gelegenheit hat der Besitzer des Ladens den Keller gezeigt. Dabei hat er die Geschichte des Kellers Besuch bei Sabine_51erzählt. Den Keller dürfen wir besichtigen aber zum Geschichtenerzählen hat der gute Mann keine Lust. Es könnte daran liegen, dass Marion bei dem Modergeruch gleich wieder kehrt macht und ich mit Sabine nicht seinem Gruppenverständnis entspreche. Sabine erklärt mir dann, dass bei Renovierungsarbeiten hier unten Gegenstände und noch verschlossene Weinflaschen aus alten Zeiten gefunden wurden.
Wir sind dann so freundlich, wie der Herr und kaufen nichts.
Marion hat in der Zwischenzeit einen Trödelladen gefunden und unterhält sich angeregt mit einigen Passanten. In den beiden Schaufenstern des Ladens sind 4 Katzen in der Deko verteilt und wollen gefunden werden. Tobi schert sich nicht im die Katzenviecher.

Da es Kaffeezeit ist, besuchen wir ein kleines Restaurant mit Terrasse im Hinterhof. Auf die Terrasse darf Tobi mit. Während wir so vor uns hin auf den Kuchen warten, tröpfelt es von oben. Doch Regen kann uns nicht vertreiben, wir bewaffnen uns mit unseren zwei mitgebrachten Schirmen. So sitzen wir am Tisch, Sabine und ich je einen Schirm in der Hand und lassen uns nicht stören. Die Kellnerin lacht sich einen, holt ihren Fotoapparat und macht ein Bild von uns fürs Gästebuch. Natürlich muss sie danach eins für uns knipsen.

Der Regen ist aber nur von kurzer Dauer und wir kommen trocken wieder zum Parkplatz.