Dienstag, 16.08.2011 (2)
in lapide regis

Festung Königstein_25Nach kurzer Beratung, entschließen wir uns >auf dem Stein des Königs< zu wandeln. Also auf zur Festung Königstein.

Das imposante Ding ist eine der größten Bergfestungen in Europa. Sie liegt auf dem Tafelberg Königstein oberhalb des Ortes Königstein. Wir parken im Parkhaus – Parkgebühren lassen grüßen. Die Bimmelbahn bringt uns den Berg hinauf. Dann sehen wir die hohe Festungsmauer und, so gar nicht passend, einen modernen Aufzug an derselben. Gut, wenn er schon mal da ist, können wir ihn auch nutzen und damit die Burg erstürmen. Die alten Rittersleut mussten dafür lange Leitern erklimmen und wurden dabei noch mit Pech überschüttet. Pech gehabt, hah.

 Wir laufen an der fast 2 km langen Mauer, dem Wallgang entlang. Von hier haben wir wunderschöne, weite Ausblicke auf die Elbe und die Umgebung. Kanonen kreuzen unseren Weg. Ich spiele Kugel und lasse mich abschießen, natürlich nur mit dem Fotoapparat. Die Sonne lacht, aber ab und an ziehen dunkle Wolken über das Himmelblau. Trotzdem bleibt es warm.

Festung Königstein_46Wir befinden uns jetzt etwa 240 Meter über der Elbe und bewegen uns durch 400 Jahre alte Bauten.

Im Brunnenhaus finden wir den 152 Meter tiefen Brunnen. Wenn ich da jetzt einen Blick rein werfe, wie lange dauert es wohl, bis der unten ankommt? Das weiß ich nicht, aber gebuddelt hat man an dem Loch 6 Jahre lang und das um 1563.

Festung Königstein_103Nach viel schauen und noch mehr Fotos und Videos machen wir uns auf den Rückweg. Den Weg zum Parkhaus gehen wir nun zu Fuß. Doch ganz schön steil, das Weglein. Uns kommen ein paar Nonnen entgegen. Die viel schwarz und wenig weiß gestylten Wesen keuchen vor sich hin und werden in ihren Kutten bis zur Burg eine Menge Wasser ansammeln. Eine Braut Gottes bleibt verzweifelt stehen und ich sehe es in ihren Augen: Sie wartet darauf, dass er sie über die Türschwelle der Festung trägt aber vorher den Berg rauf.