Dienstag, 16.08.2011 (1)
Im Frühtau zu Berge...

Bastei_39Da wir uns von der Sonntagsstrapaze langsam wieder erholt haben, sind wir der Meinung, wir machen uns mal wieder fertig.

Wir haben die Bastei ins Auge gefasst und anschließend Festung Königstein. Zeitig stehen wir auf und sind um acht beim Frühstück. Dann geht es auf zur Bastei.
Der 1. Parkplatz ist noch nicht besetzt, auch nicht mit Personal und so fahren wir durch die Baustelle bis zum letzten Parkplatz, der fast an der Felsenformation liegt. Nebel wallt noch durch den Wald und es ist etwas diesig.

Vorbei am hier oben liegenden Hotel, erreichen wir die ersten Aussichtspunkte. Wir schauen in eine bizarre, noch vom Nebel verhangene Felslandschaft. Dann kommen wir zur Basteibrücke. So früh morgens erleben wir das Bauwerk fast ohne Touristen.

Bastei_38Zuerst war die Basteibrücke eine hölzerne, über die tiefen Klüfte der „Mardertelle“ gebaute Brücke, welche die Bastei vom vorgelagerten Felsriff mit den Felsen „Steinschleuder“ und „Neurathener Felsentor“ verband. 1851 wurde diese Holzbrücke durch die noch heute bestehende sandsteinerne Brücke ersetzt. Mit sieben Bögen überspannt sie eine Länge von 76 m. 40 m tief ist die Schlucht, die „Mardertelle“ genannt wird. Wir können uns kaum sattsehen. Fotoapparat und Videocam stehen nicht still. Langsam wird die Sicht frei, der Nebel lichtet sich. Die Felsenbühne Rathen liegt unter uns und Wortfetzen der Aufführung streicheln unsere Ohren.

Wir gelangen zur Felsenburg Neurathen. In luftiger Höhe bewegen wir uns über Gitterstege von Felssäule zu Felssäule und schauen durch die Gitter hinab in die Tiefe. Geil.

Gegenüber grüßt ein lebensmüder Mönch vom kleinen Felsplateau in luftiger Höhe. Ich grüße zurück. Marion meint, es wäre eine Statue.

Als wir zurück zur Basteibrücke kommen, ist diese jetzt voll mit Touristen. Unser frühes Erscheinen hat sich „einsam“ gelohnt. Jetzt umschwirren uns Wortfetzen: „Germansky Grand Canyon“, „oh, look, the Externstones“ - (ich sage: „Nee, the Rolling Stones“) - le Bastille?

Wir verlassen die luftigen Höhen und kehren zum Parkplatz zurück.